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2013_Zither-Mag_1

Glück aber steigen auch immer wieder neue Leute ins Orchester ein. Gegründet wurde unser Orchester 2001, unser erstes Stück war „Auf der Wald- wiese“ von Eduard Hönes. Ich hatte die- ses relativ leichte Werk als Einstieg für das Orchester bearbeitet. Inzwischen sind wir in der Lage, recht anspruchs- volle Literatur zu bewältigen, keine ein- fache Sache angesichts des Umstands, dass wir nur alle zwei Monate proben können, dann aber ganztägig von 10 Uhr bis 15.30 Uhr. Unser Probenort ist Chem- nitz, eine Stadt, die ungefähr in der Mitte Sachsens liegt. So werden die Wegstrecken zwar etwas verteilt, aber trotzdem müs- sen manche unserer Mu- siker teilweise über 200 Kilometer bewältigen. Unser Repertoire um- fasst so gut wie alle Musik-Genres. Zu nennen wäre Alte Musik, Neue Musik, Volksmusik, Popmu- sik und auch geho- bene Salonmusik. Alle Stücke werden mit unterschiedlicher Begeisterung, jedoch mit gleicher Gründlichkeit, Ge- wissenhaftigkeit und Bemühen um Ver- ständnis erarbeitet. Für mich als Leite- rin ist es das schönste Ergebnis, wenn letztendlich alle gleichermaßen Freude an den Werken finden. Schließlich sind wir ein sehr „junges“ Orchester mit sehr unterschiedlichen Anschauungen. Un- sere jüngsten Mitglieder sind zwischen 10 und 14 Jahre alt, drei zwischen 16 und 20 Jahre, aber wir haben auch eine 78-jährige Seniorin. Die andern befin- den sich, wie man so schön sagt, in der Lebensmitte. Ein Wort noch von mir selbst als Leiterin und Dirigentin des LZO Sach- sen: Mein Ziel ist es, die Spielfreude und Liebe zur Zither zu erhalten und zu ver- breiten, und dies bei höchstmöglichen Leistungen. Die Ausbildung der mir an- vertrauten Schüler ist ein weit höheres und anders geartetes Ziel. Aber meine Bemühungen sind für beide Tätigkeiten mit gleich viel Freude und Engagement verbunden. Ich bin sehr stolz auf das im Orchester erreichte Maß an Spielquali- tät, und allen Mitgliedern dankbar für ihr Dabeisein, ihre Einsatzbereitschaft und ihr Verständnis. Und ich hoffe na- türlich auf ein weiteres gutes gemein- sames Miteinander, denn das Orchester liegt mir sehr am Herzen. Christine Höfer Frank Meinel, Basszither, 29 Jahre, Zitherunterricht bei Christine Höfer, Meister für Zupfinstrumenten- bau-Fachbereich Zither/Hackbrett : „Ich habe Zither gelernt, weil wir, die Firma Horst Wünsche Zithernbau, dieses Instrument bauen. Ich spiele am liebsten Jazz-Kanons, überhaupt liebe ich am meisten Jazz-Stücke.“ Silke Brendel, Altzither, Heilpädagogin in der Frühförderung: „Am liebsten spiele ich im Orchester unsere Kanons oder auch flotte Stücke, die mitreißen.“ Ramona Heckel, 2. Stimme, PTA in einer Apotheke: „Ich wollte Kindergärtnerin werden und deshalb ein Instrument lernen. Durch Zufall kam ich zur Zither und war begeistert. Im Orchester habe ich eigentlich keine Lieblingsrichtung, vielleicht ein wenig „Muschepupu“, wie wir zu sehr weichen, einfühlsamen, zu Herzen ge- henden Melodien sagen.“ Sabine Badstübner, 1. Stimme, Unterricht bei Hans Eder, Stimm- und Sprachheilpädagogin: „Zither spielen habe ich gelernt, weil mich der Klang des Instrumentes fasziniert hat. Ich hörte es, als ich neun Jahre alt war auf einer Schallplatte zum ersten Mal bewusst. Ich spiele im Orchester gern Barockmu- sik und Klassik, aber auch echte Volksmusik, Voraus- setzung ist dabei für mich der bleibende Originalklang der Zither, also keine E-Zither o.ä.“ Kerstin Hänsel, 1. Stimme, Angestellte bei der Spar- kasse Chemnitz, Tochter Thea Hänsel (9. Schuljahr) spielt auch im Orchester in der zweiten Stimme mit, Lehrer Michael Hecker: „Den Anstoß gab eine alte Akkordzither, die wir ge- schenkt bekommen hatten. Gern spielen wir Kanons im Orchester und Alte Musik. Das gemeinsame Musi- zieren ist uns dabei sehr wichtig.“ Daniela Niedel, Altzither, Zitherunterricht bei Frau Albert und später bei Michael Hecker, selbständige Handwebmeisterin: „Die Zither habe ich nach der Wende in einer Fernseh- sendung nur kurz gesehen und gehört und da wusste ich, das will ich lernen. Daraufhin schenkte mir meine Schwester eine Zither. Im Orchester spiele ich beson- ders gern Stücke im Dreiviertel-Takt, da das Herz in diesem Rhythmus schlägt. Außerdem fasziniert mich Neue Musik auf der Zither.“ Brigitte Köhler, Altzither, 78 Jahre, Unterricht seit dem 18. Lebensjahr mit mehrmaligen Unterbrechun- gen bei verschiedenen Lehrern: „Mit 18 Jahren hörte ich im Radio „Der Weg zum Her- zen“ von Georg Freundorfer und wollte fortan Zither spielen lernen. Ich spiele eigentlich alle Stücke im Orchester gern.“ SSSSELELELE BBSBSTPPORO TRÄT 454555

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