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2013_Zither-Mag_1

Kritisches Diskussionsforum Phoibos, eine wissenschaftliche Zeitschrift für Zupfmusik, stellt sich vor Die musikwissenschaftliche Zeitschrift Phoibos – Zeitschrift für Zupfmusik wurde 2008 von Silvan Wagner und Yvonne Zehner gegründet. Seit 2012 wird sie von Silvan Wagner als alleinigem Herausgeber verantwortet. Phoibos setzt es sich zum Ziel, zentrale Belange einer Inst- rumentengruppe zu bearbeiten, die wissenschaftlich bislang nur unzureichend bedient wurde. Die Zeit- schrift wendet sich an Musikwissenschaft- ler, Musiker und Musiklehrer und soll für den wissenschaftlichen, künstlerischen und pädagogischen Nachwuchs ein kriti- sches Diskussionsforum bereitstellen, um neuen Ansätzen Gehör zu verschaffen. Die Zeitschrift versteht sich als wissenschaftliches Organ der Ins- trumente Gitarre, Harfe, Mandoline und Zither, die ihre Grup- penidentität über die gemeinsame Art der Tonerzeugung, ihre Klanglichkeit und ihre über weite Strecken gemeinsame Ver- gangenheit erhalten. DiespezifischenInteressenundFragestellungenvonMusikleh- rern und Musikern der Zupfmusik bieten den Ausgangspunkt für eine vornehmlich kulturwissenschaftliche Vorgehensweise, die eine breite Fächerorientierung erfordert: Die Artikel der themenorientierten, halbjährlich erscheinenden Zeitschrift führen die Disziplinen Musikgeschichte, Instrumentaldidak- tik, Musiksoziologie, Instrumentenkunde, Musikphilosophie und Musikpolitik zusammen, um in vielschichtiger Art und Weise dem gesellschaftlichen Phänomen „Zupfmusik“ umfas- send gerecht zu werden. Die Onlinepräsenz von Phoibos (www. phoibos-zfz.de) bietet die Inhalte aller Ausgaben, Kontaktad- ressen und Viten der Autoren und eine laufend aktualisierte Bibliographie zum Thema Zupfmusik. Spezifisch der Zither widmeten sich in den bislang erschie- nenen zehn Ausgaben acht Fachartikel: Den Beginn machte eine allgemeine Darstellung der Zither mit Gerhard Lohin- gers Artikel „Die Zither – Bald wieder ein Modeinstrument?“ (1/2008). Historiogeographische Tiefenbohrungen unter- nahmen Joan Marie Bloderer mit „Die Wiener Zither des bayerischen Instrumentenmachers Anton Kiendl“ (2/2011) und Armin Griebel mit „Wie alpin ist die Zither? Anmerkungen aus fränkischer Sicht“ (2/2012). Dem Thema Gender und instrumentale Geschlechteridentität nä- hern sich bislang zwei Artikel an: In der Themenausgabe Gender schreibt Joan Marie Bloderer über „Die Frau und die Zither im 19. Jahrhundert“ (1/2012) und Gertrud Maria Hu- ber behandelt die Frage „Ist die Zither weiblich?“ (1/2012). Die zeitgenössische Zither beschäftigt Sabine Reithmaier in ihrer Instrumentenbauervorstellung „Die Suche nach dem idealen Klang: Zithern von Klemens Kleitsch“ (1/2009), ebenso wie Georg Glasl, der in seinem Aufsatz „Die Rolle der Zither in zeitgenössischer Kammermusik“ (2/2011) gerade die fruchtbaren Synergien zwischen Instrumenten- bau, Virtuosen und zeitgenössischen Komponisten für eine neue Identität der Zither herausstreicht. Wolfgang Dreier untersucht in „Let's do some motherfucking Zithermu- sihoagascht. Ein multitraditionelles Instrument und seine Superzeichenqualität im Spiegel eines internationalen Pu- blikums“ (2/2008) Sichtweisen auf die Zither, wie sie sich in Blog-Beiträgen im Internet niederschlagen und diagnos- tiziert eine Wandlung des Zitherbildes auf bleibender Basis ihrer Tradition. Silvan Wagner 56 | MAGAZIN

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