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2013_Zither-Mag_1

Die kleine Meerjungfrau Ein musikalisches Märchen in Liedern und Bildern Hans Christian Andersen hat schon über sie ge- schrieben, und gerade diese Geschichte wollte eigentlich ich nicht nehmen, weil sie eben eine der bekanntesten ist. Aber über eine Meer- jungfrau sollte es gehen, das war klar. Doch nach langer, nicht sehr kindgerechter Ni- xen- und Undinen-Lektüre bin ich immer wieder zu ihr zurückgekehrt, und es wurde einfach die Geschichte dieser Meerjungfrau! Sie lebt bei mir als kleines Bild im Bild in und mit der Musik. Begleitet vom zarten Saitenklang der Zither erlebt sie ihre Abenteuer in farbigen wandlungsfähigen Gemäldenundbesingtmitder von mir geliehenen Stimme ihr Leben im Meer. Die erste Begegnung mit den Men- schen ist sehr aufregend: eine große Feier auf einem Schiff. Ein Akkordeon spielender Matrose lädt auch gleich das ganze Publikum ein, mit zu singen und zu musizieren: Das Geburtstagsständchen für den Prinzen an Bord! Bis sich durch Donnergetöse ein Unwetter ankündigt … Die Geschichte nimmt eine für die Meerjungfrau unerwarte- te Wendung … und dann be- schließt sie, die Meereshexe zu besuchen! Eine richtige Hexe! Wie aufregend! Im Auftrag für die Zithermu- siktage 2011 entstand dieses Kinderprogramm. Die ein- stündige Vorstellung für Kin- der ab sechs Jahren verbindet all die Ausdrucksmöglichkei- ten, die mir am Herzen lie- gen: vom ersten Pinselstrich über poetische Liedtexte und Klangmalerei mit Zither und Stimme bis zu szenisch darge- stellter Hexe und dem Matro- sen. Die dafür komponierten Lieder sind sehnsuchtsvoll bis heiter, aber auch dramatisch, wenn die Schwestern der Meerjungfrau mit dem Dolch aus dem Wasser auftauchen. Ein Märchen, das stimmungs- voll mit Musik und Bildern erzählt und auch Raum gibt für Interaktion mit dem Pu- blikum. Fast alle Lieder wer- den mit der Zither begleitet, nur eines mit Akkordeon, ein anderes mit Percussion durch Kinder aus dem Pub- likum. Und dann musste das Bühnenbild ja auch ins Auto passen, also eine „Maßanferti- gung“ für meinen kleinen Fiat Seicento. Will man das Stück ganz kurz zusammenfassen, so geht das so: Musik, Text, Bühnenbild, Zither, Stimme, Akkordeon und Spiel und Autor dieses Artikels: Elvira Schlegelmilch 4. Zithertag im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum Den Zithertag gibt es noch nicht lang, aber er hat bereits viele Fans. 2012 wirk- ten 125 Musiker mit, viel- leicht werden es heuer noch mehr. Das freut den Initiator des Schlierseer Freilichtmu- seums, den Skiweltmeister und Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier: „Es ist mir eine große Freude, Zithergruppen, teilweise auch gemischt mit anderen Inst- rumenten, in meinem Muse- um zu begrüßen“, schreibt er. „Für mich ist der Zither- tag ein besonderes Ereignis, wenn in allen Gebäuden ge- meinsam musiziert und das Zitherspiel einem breiten Publikum nähergebracht wird.“ Heuer findet der Zither- tag am Donnerstag, 9. Mai, Christi Himmelfahrt, statt. Von 10 bis 21 Uhr musizie- ren Zitherspieler aus ganz Deutschland und den Nach- barländern. Die Musikanten können je nach Wunsch 30, 60 oder 90 Minuten spielen. Jeder erhält einen Gut- schein für Essen und Ge- tränke sowie den freien Ein- tritt ins Freilichtmuseum. Eine Anmeldung ist erforderlich. Inter- essierte wenden sich bis 10. April 2013 an Petra Hamberger, Tel. 08102/785917 oder Max Klein, Tel. 08026/58112 oder per E-Mail: info@zithertag.de. Foto: Dieter Schnöpf ZITHER SZENE |67

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