Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2013_Zither-Mag_1

Zu einem Kirchenkonzert lud der Furt- wanger Zitherclub in die Schönenba- cher St. Nikolaus-Kirche. Anlass war das 80-jährige Vereinsbestehens. Gerhard Dil- ger, der das Konzert für den Südkurier re- zensierte, bewundert die große Bandbreite von Werken. „Von klassischen Werken wie von Josef Haydn oder Johann Sebastian Bach über traditionelle Weisen für Zither- orchester bis hin zu Bearbeitungen von Gospels reichte die Palette. Und gerade die waren die Überraschung des Abends. Auch wenn sich dieses Genre zunächst nicht für Zither zu eignen scheint, zeigten die Musikerinnen und Musiker, dass sie sich auch nicht vor diesen Weisen zu scheuen brauchen. Erstaunlich, wie sich die oft ungewöhnlichen Harmonien, die dieser afroamerikanischen Musik eigen sind, auf der Zither keineswegs als fehl am Platze erweisen.“ Auch das Herbstkonzert des Zitherver- eins Zürich in der Kirche Balgrist war ein großer Erfolg. Als Dirigent und Solist agierte Tomy Temerson. Das abwechslungs- reiche Programm umfasste unter anderem Werke von Mendelsohn, Schubert, Grieg, bot aber auch Musik von Fritz Mühlhölzl, Franz Heinrich und Eduard Hoenes. Be- sonders gut kam bei den Zuhörern an, dass die Auftritte von Tomy Temerson per Bea- mer auf eine Leinwand übertragen wurden, sodass jeder im Publikum die Zither sehen und sein Spiel verfolgen konnte. Zithermusik zum Sonntagskaffee nannte der Zitherbund Heidenheim sein Kon- zert Ende Oktober vergangenen Jahres. Im Oetinger-Gemeindehaus in Schnaitheim spielte das Orchester des Zitherbundes unter der Leitung von Franz Walser. Als Gäste begrüßte die Vorsitzende, Brigitte Hergesell, das Hackbrett-Trio „Venima“ un- ter der Leitung von Jörg Lanzinger. Sowohl Orchester als auch die anderen Besetzun- gen des Vereins stellten die Vielseitigkeit der Musiker unter Beweis. Das Programm reichte von traditionellen Zitherklängen über Tanz- und Unterhaltungsmusik und ein Operetten-Potpourri bis hin zum Pop- song „A Night Like This“. Einen stimmungsvollen Nachmittag mit Zupfmusik veranstaltete der Zither- verein Aalen. Insgesamt sieben Zithern, fünf Gitarren, eine Violine, ein Cello, eine Mandoline und zwei Akkordeons fanden sich auf der Bühne des evangelischen Ge- meindehauses ein. Gespielt wurden unter anderem zwei Menuette aus dem Klos- ter Ettal, aber auch hier bot das Hack- brett-Ensemble „Venima“ ein Intermezzo mit modernen Liedern. Stimmungsvoll, fand Sybille Schwenk, Journalistin der „Schwäbischen Post“ das Konzert. „Allein der Klang der Zither versetzt in eine ande- re Welt. Er mutet alpenländisch an, vermit- telt Gemütlichkeit und Geborgenheit.“ Das dürfte freilich für das ebenfalls gespielte „Moon River“ von Henry Mancini nicht so ganz gelten. Der Münchner Zitherbauer Kurt Hartwig hat als erster Zupfinstrumentenbau- meister das Zertifikat „Member of Excel- lence“ mit fünf von fünf Sternen erhalten. Das Gütesiegel „Member of Excellence“ ist der Nachweis der Qualifikation der Mitglieder des „German Musical Instru- ments Certification e.V.“ Die Qualifikation dokumentiert die Weiterbildung in allen Bereichen der handwerklichen und unter- nehmerischen Geschäftstätigkeit von Mu- sikinstrumentenmachern. Sie wird durch regelmäßige Teilnahme an Jahrestagungen der Innungen, deren Bildungsangeboten oder an Lehrgängen der Berufsverbände gewährleistet. Das Gütesiegel gilt für den Zeitraum von zwei Jahren. In eigener Sache Was die Besprechung einzelner Konzerte betrifft, so ist die Redak- tion überein gekommen, künftig auf den Abdruck von Rezensionen zu verzichten, da sie meist entweder von den Veranstaltern selbst oder ihnen nahestehenden Personen geschrieben werden. Uns erscheint eine ausführliche Vorberichterstat- tung viel wichtiger zu sein. Daher nochmal die dringende Bitte an alle Landesverbände und aktiven Zitherspieler, uns im Vorfeld ihrer Veranstaltungen entsprechende Texte einschließlich guter Fotos (bitte auf die Bildauflösung ach- ten!) zukommen zu lassen. In „Kurz notiert“ zitieren wir nur knapp aus eingesandten Konzert- und Presse- berichten, um die vielfältigen Akti- vitäten zu dokumentieren. Reizvolles Angebot für slowenische Musikfreunde: Ein Zither-Abonnement auf dem Schloss Komenda in Polzela. Ausgedacht hat sich das Abo Peter Napret, der Präsident des slowenischen Zithervereins. Seine Ziele: Die Zither im Konzertleben durchzusetzen, jungen Spielern und Spielerinnen die Möglich- keit zum Konzertieren zu bieten und für die Zither mehr Zuhörer zu gewinnen. 2011/12 fand die vier Konzerte umfassende Reihe erstmals in Griže statt. In die- ser Stadt haben Zithertreffen Tradition, seit hier 1986 „Zlate citre“ (Goldene Zither) organisiert wurde. Da der Saal sich aber nicht so gut eignete, verlegte man die Konzertreihe für 2012/13 auf das Schloss Komenda. Zu hören waren im Oktober 2012 das Slowenische Zitherquartett (Tomaž Plahutnik, Peter Napret, Anita Strgar und Irena Zdolšek). Im November stellte sich der österreichische Zitherspieler Johannes Rohrer vor, im Dezember konzertierte Janja Brlec mit Sängerin Mojca Bedenik. Und gerade erst im Februar präsentierte sich Neli Zidar Kos. Kurz notiert Furtwanger Zitherclub ZITHER SZENE |71

Pages