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2013_Zither-Mag_1

zum Einsatz kommen werden, treten noch Tuba, Bassklari- nette und elektronische Einspielungen. Volksmusikklänge? Wenn man den Begriff dahingehend interpretiert, dass die Zither, die wirklich nicht zu den Instrumenten der soge- nannten Hochkultur gerechnet werden kann (außer man benötigt sie für ein klischiertes Stimmungsbild), immer noch ungeahnte und bis jetzt noch ungehörte Klänge in sich birgt, deren Entdeckungen gerade junge, neugierige Klangforscher reizen - zu denen man Katharina Müller und Rheinhilde Gamper zählen kann - dann dreht sich der Be- griff um, zeigt sein janusköpfiges Gesicht. Denn das Neue - und das gilt auch für den Klang - entsteht oft aus dem Wohlbekannten, manchmal sogar aus dem Oftbelä- chelten. Und die wunderbare Geschichte, die Maxi Obexer in Gletscher erzählt, erträgt Alles, nur nichts -tümelndes. Bleibt das Visuelle: der Raum Reaktorhalle ist bereits die Absage an Natur, freier Blick, Bergeinsamkeit. Er ist die nach außen gekehrte innere Situation der beiden Frauen: Abhängigkeit, Unentrinnbarkeit, Unausweichlichkeit. Levin Handschuh wird in diesem Raum den Kampf von Des- tina und Florinda um ihr Lebensglück inszenieren. Mit diesem Projekt arbeiten in außergewöhnlich interdiszi- plinärer Weise vier Studiengänge der Hochschule für Musik und Theater und der Bayerischen Theaterakademie August Everding zusammen: die Zitherklasse von Georg Glasl, die Kompositionsklasse von Prof. Moritz Eggert, die Regieklas- se von Prof. Cornel Franz und der Studiengang Musical (Leitung: Marianne Larsen). Man darf gespannt sein. Cornel Franz Reinhilde Gamper lebt in Südtirol, wo sie am Institut für Musikerziehung Zither unterrichtet. Derzeit absolviert sie an der Hochschule für Musik und Theater München das Masterstudium für Neue Musik. Neben der Zusammen- arbeit mit Musikern, Schauspielern und Schriftstellern konzertiert sie in Europa. Katharina Susanne Müller, geboren 1994, legte mit 16 Jahren das Abitur am Gymnasium Weilheim ab und studiert seit Herbst 2010 Violine bei Dorothea Ebert und Komposition bei Prof. Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München. HOCHSCHULNACHRICHTEN |77

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