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2013_Zither-Mag_2

Stellenwert der Zither ist. Dass die Zither die gebotene Stilvielfalt zu leisten in der Lage ist, wollte nicht in die Köpfe vieler Verbandsmitglieder. Was meine Arbeit in den Lehrgängen und Zitherseminaren angeht, war es für das Gros der Aspiranten gewiss eine in- tensive, lehrreiche Zeit. Sehr viel konn- te im Bereich der Unterrichtsmethodik erreicht werden, für das Instrumental- spiel jedoch war die Zeit (auch bei den berufsbegleitenden Langzeitlehrgän- gen) zu kurz. Im- merhin aber konn- ten grundsätzliche Spieltechniken und Literatur im individuell angemessenen Schwierigkeitsgrad studiert werden. Am schwierigsten scheint mir nach wie vor die Vermittlung eines stilbildenden musikalischen Geschmacks zu sein. Die Berichte im Saitenspiel zeigten deut- lich, dass immer wieder die beliebten, altbekannten Heile-Welt-Stücke gespielt werden. Insofern hege ich im Nachhinein Zweifel an einer allgemein greifenden Nachhaltigkeit der Bemühungen in der Zusammenarbeit von DZB und Bundes- akademie. Nicht vergessen sind natürlich aber die herausragenden, hochmotivierten Bega- bungen, die meistens bereits mit einem anderen musikalischen Horizont, mit entsprechender Vorbildung ankamen und musikalische Ansprüche hatten. Namhafte Vertreter der Zither, darun- ter auch viele Teilnehmer ehemaliger Fortbildungen, setzen sich heute auf verschiedenste Weise im DZB und an- derswo erfolgreich für die Zukunft des Instrumentes ein. Stellvertretend für viele möchte ich Hans Krasser und Klaus Waldburg nennen, zwei Zitherspieler der älteren Generation und der „ersten Stunde“, die bis heute aktiv sind, ferner Gertrud Huber, Tomy Temerson, Robert Zollitsch u.v.a. Amateuraktivitäten sind eine wichtige, unverzichtbare Basis für eine Weiterentwick- lung. Man denke beispielsweise an die Blasmusikka- pellen, aus denen viele hochrangige Bläser hervorgehen. Im Vergleich sehe ich beispielsweise auch die Strukturen im Bereich des Akkordeons, wo sich ei- nerseits, zusammengefasst im Deutschen Harmonikaverband, eine Masse begei- sterter Akkordeonspieler tummelt (über 94.000 aktive Mitglieder!), andererseits das Instrument sich inzwischen an vie- len Hochschulen etabliert und auf Grund heute zur Verfügung stehender hochran- giger Solisten in der E-Musik eine Ak- zeptanz erworben hat, wie man sie vor zehn, zwanzig Jahren sich hätte nicht vorstellen können. Angesichts des immer größer werdenden Potenzials an hervor- ragenden jungen Zitherspielern sehe ich die Zither auf einem guten Weg. Ob der Spagat zwischen den Mitgliedern des Deutschen Zithermusik-Bundes und den Ansprüchen einer jungen, aufstrebenden Generation gelingt, wird sich zeigen. „Die junge Generation hat nicht nur andere Ansprüche, sie hat auch eine andere Einstellung und Vorstellung, andere Ideale. Wo dies nicht erkannt und flexibel in die Weiterentwicklung einbezogen wird, werden zunehmend auch Probleme für den Verband entste- hen und die Lager werden sich weiter spalten. Die Ansprüche professioneller Spieler und Lehrer können nicht kon- form gehen mit einer fachlich inkompe- tenten und unzeitgemäßen Verbands- führung. (...) Mit einer künstlerischen Neuorientierung wird unweigerlich auch die organisatorische Struktur (also die Verbandsarbeit) betroffen sein, - sofern sie sich ´höheren Entwick- lungen´ nicht verschließen will.“ Den Absatz hatte ich vor 21 Jahren in meinem Artikel „...zu neuen Ufern! - Zu neuen Ufern?“ geschrieben (zum Nachlesen in Saitenspiel, Sonderdruck als Festschrift zu den 12. Zithermusik- tagen 1992 in Markneukirchen). Das Fragezeichen hat auch aus heutiger Sicht durchaus seine Berechtigung. Hätte man den Artikel erneut hier ab- gedruckt, hätte ich mir den vorliegen- den ersparen können, verbandsmäßig hat sich seither nichts Grundlegendes verändert. Aber vielleicht gelingt es dieses Mal! SicSichtbbhtbararar gutgugutg gegelaulauntnt warwar ddadassss SchSchwarwarzwäzwäldelder Sr Saitaitensenspiepiell beibei deden Zn Zithithermermusiusiktaktagengen inin WaWassesserburburgrg amam InnInn imim Oktobeo r 2000. Kathrin Kohout, Rolf Beckert und Tiina Breckle (von links), die drei anderen Mittggliedeeder der Grupppe,Oktobeo r 2000 Kathrin KoK houout Rolf Beckert und Tinana BrBreckecklele (vo(von ln linkinks)s) die drei anderen Mittglig edeeder dr er Gruppeppe Ralf Cf olin,, Jürgen Wöhr undund GrGregor Breckle, fehehlen im Bild. Foto: Giedre BBeckkertert DieDie erfolgreichen Teilnehmer mit ihren Dozenten nach zzweijähriger Ausbildung im März 1985 in Tros- sinsingengen. In der ersten Reihe (von rechts) freuen sics hh (al(als 2s 2.) Freddy Golden und (als 4.) Willi Mederr G. Ganzanz oben stehen (1. v. r.) FFritritz WWilhilhelm und (2. v. links)s) Tonii Gößwein Nicht vergessen sind die herausragenden Begabungen AUSSENANSICHT 21

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