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2013_Zither-Mag_2

D er Deutsche Zithermusik-Bund (DZB) feiert im Jahr 2013 sein 50-jähriges Bestehen. Dies ist ein guter Anlass, über den Verband und dessen Entwicklung seit der Gründung nachzudenken. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich in der alten Bundesrepublik fünf neue bzw. wiedergegründete Zitherver- bände gebildet. Dies waren der Bayeri- sche Fachverband für Volksmusik, der Deutsche Zithermusikverband 1877, der Süddeutsche Zitherbund, der Verband Deutscher Zithermusikverein und der Zitherbund Schwaben. Die Verbände waren meist nur regional tätig; daher waren sie in ihrer Außen- und Innenwir- kung begrenzt, ein unbefriedigender und ineffektiver Zustand. Die ohnehin kleine Gemeinde der Zitherspieler war zersplit- tert und hatte nur sehr geringen Zugang zu öffentlichen Einrichtungen oder gar zur musikalischen Fachwelt, wie zum Beispiel Hochschulen. Die Lehrerschaft, die ja die zukünftige Entwicklung maß- geblich beeinflussen konnte und soll- te, war ohne akademische Ausbildung. Eine gewisse Öffentlichkeit erreichte die Zither lediglich im bajuwarischen Raum mit der traditionellen Volksmu- sik. Außerdem waren die Zeiten für die Zither insofern besonders schwierig, als das Instrument außerordentlich eng mit dem deutschsprachigen Kulturraum ver- bunden war (und dies auch heute noch ist). Es wurde immer deutlicher, dass nach dem katastrophalen Kriegsende nur mit vereinten Kräften überhaupt et- was für die Zither getan werden konnte, wenn man das Aussterben der Zither als Kunstinstrument verhindern wollte. Dazu mussten aber erst einmal die Ei- fersüchteleien und der Neid zwischen den bestehenden Verbänden bzw. den handelnden Personen beseitigt werden. Dabei ging es durchaus auch um grund- sätzliche Fragen, zum Beispiel die der Notation. Besonders im süddeutschen Raum überwog die Notation im Violin- schlüssel für die Freisaiten der Zither. Der Vorsitzende des Süddeutschen Zitherbunds, Dr. Dr. Jakob Bayer, er- kannte die Notwendigkeit, die Situation zu ändern, und artikulierte das auch. Er lud die Vorsitzenden der fünf Verbände 1961 nach Würzburg ein, um erste Vor- gespräche zu führen und gegenseitiges Vertrauen herzustellen. Als Folge wurde in den Mitgliederversammlungen bzw. Jahreshauptversammlungen der fünf Verbände im Lauf des Jahres 1962 über Optimistisch in die Zukunft Der DZB hat trotz mancher Schwierigkeiten die selbst gestellten Aufgaben gut erfüllt von Michael Brandlmeier INNENANSICHT |23

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