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2013_Zither-Mag_2

DZB von Anfang an gesetzt hatte. Sie finden sich schon in der Satzung von 1963 und sind bis heute gültige Ma- ximen des Verbandes geblieben. Um nur die wichtigsten zu nennen: Die Veranstaltung vorbildlicher Konzerte, die Schaffung und Verbreitung guter, einwandfreier Literatur, die Schulung von Lehrern, Dirigenten und Schülern. Inzwischen hat sich, wie in der gegen- wärtigen Satzung nachzulesen ist, das Spektrum erheblich erweitert und reicht von der Pflege der Zithermusik in ihren verschiedenen Erscheinungsfor- men über die Publikation vorbildlicher Interpretationen bis hin zur Schaffung eines Zentralarchivs und dem Bemü- hen, die Zithermusik in das allgemeine Musikleben zu integrieren. Die Ziele wurden von Anfang an verfolgt. Bereits ein Jahr nach der Gründung veranstaltete man den 1. Kongress, heute Zithermusiktage genannt. Was zunächst als eine mehr oder minder interne Veranstaltung begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Leistungs- schau des Zitherspiels im Vierjahres- rhythmus etabliert, verbunden mit No- ten- und Instrumentenausstellung und einem anschließenden Zitherseminar. Die ersten Kongresse waren aus eigener Kraft zu stemmen. Schwieriger war es mit den anderen Zielen. Am Kongress in Rothenburg o.d.T. im Jahr 1972 nahm Prof. Hans-Walter Berg teil, der damals Direktor der Bundesakademie für mu- sikalische Jugendbildung in Trossingen war. Seine Teilnahme und die Mitglied- schaft des DZB im Trägerverband der Akademie brachten einen entschei- denden positiven Einschnitt in die vor sich hin dümpelnde Zitherbewegung. Denn der Direktor lud den DZB ein, ein erstes Zitherseminar an der Akademie abzuhalten. Toni Gößwein, der damali- ge Jugendreferent des DZB, übernahm Leitung und Organisation des Kurses, der von 19. bis 23. Juni 1973 stattfand. Alle Beteiligten waren besorgt: Entwe- der sprengte das Seminar den DZB oder es würde zu einem vielversprechenden Anfang werden. Es wurde ein glänzen- der Erfolg, auch dank des Einsatzes von Peter Hoch und Hans-Walter Berg. Parallel dazu gelang es Lili Grün- wald-Brandlmeier vom Kultusministe- rium eine staatliche Anerkennung als Zitherlehrerin zu erhalten, die ausdrück- lich mit der Berechtigung verbunden war, am damaligen Richard-Strauss-Kon- servatorium in München eine Lehrtätig- keit aufzunehmen. Einer ihrer Absolven- ten ist der gegenwärtige DZB-Präsident Georg Glasl. Er wurde auch ihr Nachfol- ger am Konservatorium, das inzwischen mit der früheren Hochschule für Musik zur Hochschule für Musik und Theater vereinigt wurde. Schon vor diesem ersten Seminar ver- suchten einzelne Landesverbände ohne besonderen Erfolg, Seminare zu installieren. Erst das Trossinger Se- minar wirkte wie eine Initialzündung für eine Reihe von Initiativen im DZB. In der Folge wurden weitere Seminare auf Bundes- und Landesverbandsebene etabliert mit den verschiedensten The- men – Volksmusik, Alte Musik, Neue Musik, Technikseminare, spezielle Jugend- und Seniorenseminare. Inzwi- schen sind einige hundert Seminare abgehalten worden. Neben die Trossinger Seminare trat ein berufsbegleitender Lehrgang mit einer Ausbildung zum Zitherlehrer im Neben- beruf. Auch er wurde wegen der großen Nachfrage mehrfach wiederholt. Ein Lehrerverzeichnis, das immer wieder aktualisiert wird, soll es zudem Zither- spiel-Interessenten erleichtern, geeig- nete und geprüfte Lehrer zu finden. Der Mangel an geeigneter Literatur wurde durch Kompositionsaufträge – auch mit Unterstützung der Bundesakademie – angegangen. Die Eigeninitiative enga- gierter Einzelpersonen darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Seit 1976/77 können die Jugendlichen am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil- nehmen, was sicherlich auch auf die Lehrerausbildung zurückzuführen ist. Die Erfolge waren und sind beachtlich. Unter anderem erspielte sich das Zither- trio Popp-Lägel den Preis der Stadt Er- langen für die beste Interpretation eines Werkes der Neuen Musik. Desgleichen stellen sich seit 1986 die Orchester der Zithervereine dem Deutschen Orches- terwettbewerb. Auch hier gab es Erfolge, die auch außerhalb der Zitherwelt be- achtet wurden. Die Erweiterung der Bundesakademie in Trossingen ist zwar kein Verdienst des DZB, aber sie ermöglichte es, dass der DZB die langersehnten Räume für ein Verbandsarchiv erhielt. Dieses wird inzwischen seit gut zehn Jahren aufgebaut. Von Anfang an hatte der DZB eine Ver- bandszeitschrift. Sie ist als „Morgenga- be“ vom Bayerischen Fachverband für Volksmusik in den neuen Verband ein- gebracht worden. Sie entwickelte sich Fachleute unter sich: Adolf Meinel im Gespräch mit Lili Grünwald-Brandlmeier in seiner Zitherbauwerkstätte in Markneukirchen im September 1990. Foto: privat 222266666 INIININNNNNNNNNNNNEEEENENENEN NANNANANANAAAAAAANAAAAANNNSSSNSSSSSICCCCICCI HHTHTHHTHTHTHTTHTTHTHHHTHHT

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