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2013_Zither-Mag_2

Kerschbam Zithermusi Foto: Max Dhom Dr. phil & friends Gerhard Wunderlich Bad Anger Trio 50 Jahre Deutscher Zithermusik-Bund, denen fast ein Jahr- hundert der Tätigkeit anderer Zitherbünde vorausging – das lenkt den Blick auf ein Instrument, welches einerseits einer ural- ten asiatisch-euro- päischen Instrumen- tenfamilie angehört, andererseits aber in den zurückliegenden Jahrzehnten einen atemberaubenden Weg genommen hat. Zentrum dieser Entwicklung war und ist München, wo vor 50 Jahren mit der Grün- dung der ersten Volksmusikabteilung eines beruflichen Ausbildungsinstituts am Richard-Strauss-Konservatorium die Zither einen festen Platz in der Lehrer- ausbildung erhielt. In den folgenden Jahr- zehnten eroberte sie auch den künstleri- schen Ausbildungsbereich, ganz aktuell in der Folge der Integration des Konserva- toriums in die Hochschule für Musik und Theater München die Aufnahme in den Kanon der instrumentalen Hauptfächer im Masterstudiengang Neue Musik. Die Ausbildung qualifizierter Lehrkräfte für Zither wie auch künstlerische Im- pulse, welche Komponisten den Anreiz boten, das Instrument in vielfältiger Weise solistisch, kammermusikalisch und im symphonischen Schaffen zu berücksichtigen, waren Voraussetzung zur Emanzipation der Zither über ihre stets lebendige Wurzel, die Volksmusik, hinaus in Musikschulen und Konzert- leben. Seit einem Vierteljahrhundert ist der gleichermaßen künstlerische wie pädagogische – und darüber hinaus als Spiritus rector internationaler Festivals musikpolitisch-strategische – Motor dieser Entwicklung Georg Glasl. Hierfür gebührt ihm, der auch die Verantwortung als Präsident des Deutschen Zithermu- sik-Bundes trägt, besonderer Dank und hohe Anerkennung. Die öffentliche Wahrnehmung und das Interesse der nachwachsenden Gene- ration am Zitherspiel haben mit der künstlerischen Entwicklung nicht Schritt gehalten. Es wird daher in den kommen- den Jahren von besonderer Bedeutung sein, dass alle Vereinigungen und Per- sönlichkeiten, welche sich diesem Inst- rument widmen, gemeinsam dazu beitra- gen, ihm den verdienten Stellenwert im Musikleben zu sichern. Die herzlichen Glückwünsche des Deutschen Musikra- tes zum 50-jährigen Bestehen des Deut- schen Zithermusik-Bundes verbinde ich mit der Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft für die Zither und alle, die dieses wunderbare Instrument lieben! Prof. Martin Maria Krüger Präsident des Deutschen Musikrates sondern auch Unterhaltungsmusik á la Freundorfer und Knabl. Der Bran- nenburger Zithermusi (2 Zithern, Kon- tragitarre) und dem Bad Anger Trio (Ziach, Zither, Kontragitarre) dagegen liegt besonders die Pflege der regiona- len Musikkultur am Herzen. Sie spielen Werke einheimischer Zitherspieler des vergangenen Jahrhunderts, wie etwa von Josef Köck aus Brannenburg und Josef Bauer aus Fischbach/Inn. Herzog Maximilian in Bayern, Sisis Vater, widmete 1846 dem Wendelstein sein Opus 29 mit dem Titel „Die Wen- delsteiner - Oberländer-Tänze". Dieses und weitere seiner Stücke spielt Petra Hamberger, begleitet von Sabine Huber (Gitarre) auf einer historisch-nachge- bauten Zither. Sabine Huber ist auch bei Dr. phil & friends mit dabei. Das Acoustic-Ensemble um die Songwriter Florian Huber und Xoxi Huber lädt zu einer grenzenlosen Musikreise ein. Weitere Gäste sind Gerhard Wunder- lich, Zitherspieler aus Leidenschaft seit 1966 und im Normalberuf Zitherlehrer, sowie Janja Brlec und Peter Napret (Geige), die slowenische Evergreens interpretieren. FESTIVAL |37

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