Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2013_Zither-Mag_2

Können Sie sich noch an Ihr erstes Zitherstück erinnern? Nicht mehr so recht. Das war in grauer Vorzeit. 1994 haben Sie Shir Hashirim geschrie- ben, Liebeslieder für Sopran und Bass- zither. Stimmt. Ich hatte über Peter Kiesewet- ter gerade Georg Glasl kennengelernt und war ganz begeistert von seinem tollen Instrument. Das bin ich übrigens nach wie vor. Aber an die Lieder erinnern Sie sich nicht mehr? Nicht so gern. Das waren meine ersten Gehversuche mit der Zither. Ich bin ganz froh, dass die Stücke irgendwo im Orkus verschwunden sind, die müssen nicht mehr sein. Die Lieder sind nur einmal bei der Ur- aufführung in Dießen gespielt worden. Sie waren nicht sonderlich gelungen. So eindeutig Lied, die Zither nur als Be- gleitung. Das mache ich heute anders. Ein Gespräch mit der Komponistin HelgaPogatscharüberdiearchaischen Klänge der Zither, Schwerelosigkeit und die Zukunft der Neuen Musik von Sabine Reithmaier H elga Pogatschar ist eine äußerst produktive und vielseitige Komponistin. Die Ideen für ihre Musik sammelt sie im Alltag. Sie schafft multimediale Ge- samtkunstwerke für Erwachsene und Kinder, die Musik und schauspielerische Aktion ebenso mit einbeziehen wie Tanz und Video. Häufig produziert sie diese Werke auch selbst. Den Computer nutzte sie schon als Hilfsmittel zum Kompo- nieren, als viele ihrer Kollegen noch nicht wussten, wie man so ein Gerät überhaupt einschaltet. Seit fast 20 Jahren setzt sie auch die Zither in ihren Kompositionen ein. Ich will niemanden langweilen “ „ INTERVIEW |43

Pages