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2013_Zither-Mag_2

Musik Hartwig

Musik Hartwig Seit wann bauen Sie E-Zithern und was hat Sie dazu veranlasst? Schon seit langem beschäftigen wir uns mit der Verstärkung (bzw. dem Tonab- nehmereinbau) von Zithern und Zupfin- strumenten. 2006 entstand die erste voll- massive E-Zither, nach Kundenwunsch, mit komplett magnetischer Tonabnah- me. Die Tonabnehmer entwickelten wir in Zusammenarbeit mit dem renommier- ten Hersteller Harry Häussel. Wie lange dauerte die Phase von der ers- ten Entwicklung bis zum verkaufsferti- gen Instrument? DiejahrzehntelangeZusammenarbeitmit der Firma Shadow machte 2008 ein wei- teres Instrument möglich. Diese Zither ist mit einem Magnettonabnehmer für die Griffsaiten und einem Stegtonabnehmer für die Freisaiten in Nanoflextechnologie ausgerüstet. Auf der Exempla 2009 wurde dieses Instrument erstmals vorgestellt. Was ist aus Ihrer Sicht der entscheidende Unterschied bei Entwicklung und Bau ei- ner E-Zither im Vergleich zu akustischen Instrumenten? Da es sich bei E- Zithern nicht um hohle Klangkörper, sondern um massive Bau- weise handelt, reagiert das Instrument mit ganz anderem Schwingungsverhalten und erlaubt hohe Lautstärken und die Verwendung von Effekten ohne Rück- kopplungen. Welche spezifischen Schwierigkeiten hatten Sie beim Bau Ihrer E-Zithern zu bewältigen? Haben Sie sich von der Bautechnik anderer E-Instrumente (z.B. E-Gitarren) beeinflussen lassen? Durch unsere langjährige Erfahrung im Neubau und Reparaturbereich von E- Gi- tarren, in Zusammenarbeit mit Musikern und bei der Modifizierung ihrer Instru- mente konnten wir unser Know-how auf die E- Zither anwenden und sie für Bühne und Studio optimieren. Haben Sie während der Entwick- lungsphase mit Musikern zusammen- gearbeitet? Gab oder gibt es eine Instanz für ein Feedback während der Entwick- lungsphase und in der Jetztzeit? Dem eigenen Qualitätsanspruch gilt un- ser erstes Augenmerk, unterstützt haben uns dabei in den Entwicklungsphasen Musiker aus verschiedensten Stilberei- chen. Aus welchen musikalischen Bereichen kommen Ihre E-Zither-Kunden, in wel- chen musikalischen Genres werden Ihre Instrumente eingesetzt? Grundsätzlich soll unsere E-Zither ein Angebot an alle Musiker sein, die sich von diesem Instrument inspirieren lassen wollen, das ihnen neue Impulse für ihr musikalisches Schaffen ermöglicht. Sehen Sie noch Entwicklungspotential? Gibt es Ideen für Modifikation, Verände- rung oder Weiterentwicklung der Instru- mente? An technischem und gestalterischem Potential können wir uns eine ähnlich umfangreiche Bandbreite wie bei E- Gi- tarren vorstellen. Da die Nachfrage und Nutzung von E- Zithern noch am Anfang steht, gibt es je nach Spielerinteressen und Einsatzbedarf unzählige Variations- möglichkeiten. Da auch im Kollegenkreis der E-Zither immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, sehen wir eine Vielfalt vor, die es den Spielern erlaubt, ihr passendes Ins- trument zu finden. So könnte es gemein- sam gelingen, dass die Zither neues Pub- likum erreicht. Kurt Hartwig, Christine Wels, Joseph Maurus Wandinger STECKBRIEF Form: eigene Entwürfe (Modell 2009 nominiert für bayerischen Staatspreis Design 2013) Gewicht: je nach Holzauswahl 2 bis 3kg Mensurlänge: 43,5cm (andere Mensuren auf Wunsch) Tonabnehmer Griffsaiten: Humbucker Harry Häussel Spezialanfertigung Tonabnehmer Freisaiten: Nanoflex- Stegton- abnehmer Fa. Shadow Spezialanfertigung Alternativ: Spezial- Humbucker Harry Häussel Spezialanfertigung (Stahlkernsaiten) Aufbau des Solidbodys: massiv, Wirbel- und Stegnagelbereich abgesperrt Regelungstechnik: Stereo, Griff- und Freisaiten getrennt Dämpfung: Spielerseits (selbst bei hohen Lautstärken keine Rückkopplung) Spezielle Saiten: nicht nötig. Im Griffbrett- bereich Nickelumspinnung und niedrigere Saitenspannung möglich (pull off, bending, tapping). Sonstige Ausstattung: Koffer oder Tasche Preis: ab 2800 Euro Das meint ein Kunde Die Hartwig-E-Zither in Blau steht bei mir zu Hause, ein echtes Meisterstück. Solide gebaut, sehr gute Be- spielbarkeit, unendliche Möglichkeiten, da fallen alle Grenzen, da bleiben keine Wünsche offen. Egal ob mit 250-Watt-Verstärker mit oder ohne Effekte, ob über Kopfhörer oder ganz ohne Stecker, wenn es mal sehr spät wird und ich heimlich noch üben möchte. Einfach genial, diese Zither eröffnet Welten, so übersteht man auch einen noch so düsteren und langen Winter mit Leichtigkeit. Wenn ich in der Nähe von München bin, schau ich immer gern bei Musik Hartwig vorbei. Da ste- hen einem in Laden und Werkstatt immer Spezialisten mit Rat und Tat zur Seite. Manchmal sind es nur Kleinig- keiten, die man entdeckt oder reparieren lässt, aber nicht selten bin ich mit einem Instrument wieder glücklich nach Hause gefahren. Uwe Seifert, Zitherverein Bamberg 58 | E-ZITHERN IM TRENDD

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