Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2013_Zither-Mag_2

Europa wächst zusammen. Auch der Deutsche Zithermusik-Bund freut sich über viele Mitglieder aus europäischen Nachbarländern. Austausch und Zusammenarbeit verstärken sich. Manche unserer jüngeren Mitglieder aber stört das Attribut „Deutscher“ im Namen. Als unsere Internetseite vor Jahren eröffnet wurde, verzichtete man bereits darauf: www.zitherbund.de. Daher würden wir dieses Thema an- lässlich des 50-jährigen Bestehens gern mit Ihnen diskutieren. Ist der Name des Verbands noch zeitgemäß? Wäre es besser auf das Attribut „Deutscher“ im Namen zu verzich- ten, da der Verband ein Forum für alle Zitherspieler bieten soll? Würde der Verzicht einen Identi- tätsverlust für den DZB bedeuten oder eine Öffnung signalisieren? Haben Sie einen eigenen (auch anderen) Vorschlag? 1 2 3 4 Graham Lack, Komponist Frage 1: Ich denke nicht. Selbst das Konzept eines Verbands ist veraltet. Nichts gegen die Tauben- und Kaninchenzüchter, die sind auch nette Menschen, aber vielleicht wäre eine Stiftung als Rechtsform angebracht und passender. Damit könnten sowohl alte als auch neue Ziele gepflegt bzw. anvisiert werden. Frage 2: Ja, auf jeden Fall. International soll die Stiftung auch werden, wie gesagt, eine „Foundation“ sozusagen. Was die Fein- heiten der deutschen Sprache anbelangt, dann lieber „Deutsch- land“ anstatt „Deutscher“. Frage 3: Das Letztere. Man soll aber das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und es muss möglich sein, einen passen- den neuen Namen zu erfinden, der z. B. „Germany“ als Termi- nus einbezieht. Vielleicht könnte die neue Stiftung, wie bei manchen Chorverbänden der Fall ist, zweisprachig operieren, Deutsch-Englisch also. Frage 4: Nur einen kleinen, wenn auch wesentlichen, auf re- gionale Gruppierungen soll man nicht verzichten, schließlich machen diese auch Musik. Wie gesagt, eine neue Stiftung soll es geben, die sich als eine Dachorganisation für allerlei Verbände in Deutschland und im Ausland zu verstehen hat. Mir ist bewusst, wie die Musik- und Kulturförderung in Deutschland aufgebaut ist: Sie geht über die in Musikratsgremien der Bundesländer organisierten und wiederum im Deutschen Musikrat zusammen- gefassten Verbände. Die Verteilung der staatlichen Mittel erfolgt über diese autarke Struktur. Wie auch immer…Großzügigkeit, Toleranz und Inklusivität müssen alle künstlerischen Tätigkeiten und musikalischen Darstellungen prägen, was im Moment sicher- lich der Fall ist. AndersDenken Peter Mürnseer, Instrumentenbauer, Österreich Frage 1: Nein Frage 2: Ja Frage 3: Kein Identitätsverlust, sondern ein Signal zur Öffnung Frage 4: Nein 6 | ANDERS DENKEN

Pages