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2013_Zither-Mag_2

Trio Greifer - Neue Wege mit drei Zithern

„Das Trio GREIFER entwirft die Vision einer neuen Klangwelt der Zither auf so vielfältige, schlüssige und überzeugende Weise, dass man sich fragt, warum es bestimmte Vorbehalte eigentlich überhaupt jemals gegeben hat. Am Instrument kann es nicht ge- legen haben“, so der Musikjournalist Christoph Wagner in der Neuen Zeit- schrift für Musik. Bis zu einer solchen Anerkennung in der Presse war es aller- dings ein weiter Weg… Bereits im Jahr 2007 gründete ich ge- meinsam mit Rosalyn Sabo und Rein- hilde Gamper ein Zithertrio. Unser Ziel war es, mit dieser Volksmusik-las- tigen Besetzung völlig neue Wege zu beschreiten. Die folgenden Jahre wa- ren geprägt von intensiven Proben, zahlreichen Konzerten und vor allem von einem Ausloten unterschiedlichs- ter Musikstile. Unabhängig von dieser Ensemblearbeit entwickelten sich die einzelnen Musiker in verschiedene Richtungen weiter. So musiziert Rosa- lyn Sabo jetzt sehr erfolgreich mit ihrer Band „ZitherRausch“ Folklore und Pop- musik. Das neu entstandene Zithertrio Greifer hingegen widmet sich in der ak- tuellen Besetzung (Reinhilde Gamper, Leopold Hurt und Martin Mallaun) der zeitgenössischen Musik. Wenn man als Zitherspieler versucht, neue Wege zu beschreiten, stellt sich oft das Problem, dass kaum originale Lite- ratur existiert. So fanden wir zu Beginn unserer Arbeit gerade einmal zwei zeit- genössische Originalwerke für unsere Trio-Besetzung. Im Sinne eine Reper- toire-Erweiterung gingen wir daran, be- reits Bestehendes zu bearbeiten und vor allem neue Stücke in Auftrag zu geben. Ganz nebenbei entwickelte sich daraus der Plan einer internationalen Zusam- menarbeit: Jedes Ensemblemitglied ge- wann eine(n) KomponistIn aus seiner Heimat für einen musikalischen Beitrag. Die so entstandenen Werke reflektieren höchst unterschiedliche Positionen und Herangehensweisen an das Instrument. Burkhard Friedrich etwa kontrastiert in den Klangballungen seiner Komposition (D)evil Song das idyllische Klischee der Zither. Die extrem verstärkten Zithern donnern in Heavy-Metal-Manier scharf umrissene Pattern, die im Verlauf des Stückes mit elektronischen Mitteln immer intensiver verzerrt werden, bis zuletzt eine geräuschhaft aufgeladene Klangwolke die stark repetitive Struktur überdeckt. Mit elektronischen Zuspie- lungen ganz anderer Art arbeitet Helga Pogatschar. Aus ihrer Feder stammt ei- nes der raren zeitgenössischen „Reper- toirestücke“ für Zithertrio. Underground surround entstand bereits 2001 im Auf- trag von Georg Glasl für das Münchner Festival Zither 4 und führt zurück zu den musikalischen Wurzeln des Instruments: Mittels eingespielter Interviews, mu- sikalischer Zitate und einer gehörigen Portion Ironie rechnet dieses Stück auf gnadenlos witzige Art mit dem Mythos des Films Der Dritte Mann ab. Andere Komponisten kümmern sich weniger um die tradierte Verortung der Zither. Sie verwenden das Instru- ment wie einen historisch unbelasteten und im Kontext der neuen Musik un- verbrauchten Klangkörper. Diese neu entstandenen Stücke sind so vielfältig wie die klanglichen Möglichkeiten der Zither selbst. Manuela Kerer etwa nutzt vor allem das Potential experimenteller Spieltechniken. Sie formt aus subtil ein- gesetzten Kratz-, Wisch-, Schlaggeräu- schen die fünf reizvollen, dicht geweb- Neue Wege mit drei Zithern Das Trio Greifer konzentriert sich erfolgreich auf zeitgenössische Musik 66622 SESESELBLBLBSTSTTPOPOPOORTRTRÄRÄRÄTT

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