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2013_Zither-Mag_2

Ein doppeltes Jubiläum 65 Jahre Hermann Bernhard und der Zitherverein Singen Hermann Bernhard ist seit 65 Jahre aktives Mitglied im Zitherverein Singen. Am 15. August 1931 geboren, ent- schied er sich als 14-Jähri- ger, Zitherspielen zu lernen. Als sich 1948 im Gasthaus Hirschen 22 Zitherspieler trafen, um den Zitherklub neu zu gründen – der Krieg hatte für eine achtjährige Unterbrechung gesorgt - war Hermann Bernhard dabei. 1967 übernahm er das Amt des Schriftführers, das er 39 Jahre lang ausübte. Zusätz- lich übernahm er von 1998 bis 2011 den Vorsitz. Nebenbei bildete er viele ZitherschülerInnen aus. Mit seiner ruhigen, geduldigen Art verstand er es zu moti- vieren und zu begeistern. Ehefrau und zwei Töchter unterstützen ihn immer. Auch die Arbeitskollegen bei der Deutschen Post wussten von seiner Liebe zur Musik. Selbst dort gewann er Zither- spieler und -schüler. Mit sei- nem sicheren Spiel ist der 82-Jährige eine große Stütze des Vereins, der derzeit acht aktive Mitglieder zählt. Anlässlich des Jubiläums, das auch das 65-jährige Be- stehen des Zithervereins ist, veranstaltet der Verein am 27. Oktober um 15 Uhr im Kardinal-Bea-Haus ein Fest- konzert. Nicole Schwegler Musik als Passion Dem Zither-Altmeister Hans Krasser zum 80. Geburtstag Geboren am 27. August 1933 in Duisburg, Sohn eines Ber- garbeiters aus dem Ruhrpott, heute verwitwet - er hat eine Tochter, einen Enkelsohn und lebt in Bochum: Das sind die ganz privaten Eckdaten Hans Krassers, eines großen Altmeisters der Zithermusik, der erfolgreich seinen Le- bensunterhalt als Ingenieur verdiente und mit Unterstüt- zung seiner Frau Rosemarie sich uneingeschränkt der Musik widmen konnte. Sein Vater lehrte ihn noch zu Kriegszeiten die ersten Techniken des Zitherspiels und mit sanftem Druck der Eltern und eigenem Fleiß entwickelte sich der Junge bereits als Kind zu einem So- listen, der die Größen seiner Zeit, wie Hans Ludwig (Un- terricht im Dirigat)und Wil- helm Otto Mickenschreiber (instrumental), mit seiner Fertigkeit überraschte und überzeugte. 1960 beendete er sein Selbststudium zum Zither- lehrer mit der Verbandsprü- fung und wurde zu einem der anerkannt begehrtes- ten Zitherlehrer, nicht nur im west-, sondern auch im süddeutschen Verband. Als Dozent wirkte er an der Bundesakademie für musi- kalische Jugendbildung in Trossingen, bei Seminaren in Wien und den Niederlanden. Das bundesweit angesehene Seminar in Nordrhein-West- falen mit bis zu 60 Teilneh- mern leitete er mit seiner Frau 28 Jahre lang. Im Bundesmusikausschuss des DZB arbeitete er neben Lil- li Grünwald, Fritz Wilhelm und Toni Gößwein mit. Vie- le Jugendliche führte er zu Preisträgern bei Jugend mu- siziert und auch dem Bochu- mer Zitherorchester gab er seinen Stempel. Es erspielte sich mehrfach erste Preise beim Deutschen Orchester- wettbewerb. Konzerttätig- keiten führten ihn auch in das europäische Ausland (Russland). Neben den Solokonzerten wirkte er mit bei Opern, Operetten und Schauspie- len sowie beim Rundfunk und Fernsehen. Technische Herausforderungen liebte er sein ganzes Leben und brachte jedes Stück auf dem Instrument zum Klingen – das gefiel und begeistert auch heute noch sein Pub- likum, egal ob bei einem Se- minar in kleiner Runde, oder bei Konzerten allein und im Ensemble. Inzwischen konn- te er sein 65-jähriges Büh- nenjubiläum feiern. 1993 erhielt er in Anerkennung der Verdienste in dem Deut- schen Zithermusik-Bund das Goldene Ehrenabzei- chen des DZB. 2005 wurde ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutsch- land verliehen. Trotz seiner 80 Jahre ist er immer noch bereit, sein Wissen und sei- ne Musik, die Passion ist, weiterzugeben. Gisela Müller-Kopp Mit der Zither auf Reisen Werner Frey ist trotz seiner 75 Jahre noch immer unterwegs Im August 2013 ist Werner Frey 75 Jahre alt geworden. Der Wahlkanadier kam in Bayern zur Welt. Lehrer wie Anton Stelzl und Willy Hin- termeier formten den jun- gen Mann. Mit 21 Jahren gab Frey seinen kaufmännischen Beruf auf und widmete sich seinen Auftritten. Er lebte erst in Amerika, reiste oft zwischen den Kontinenten hin und her, trat auf dem Lu- xusschiff „Bremen“ auf. 1975 schwärmte ihm ein Gast von den kanadischen Bergen vor. Er zog dorthin, lernte seine Frau kennen. Die zwei Töchter unterstützen den Vater gelegentlich gern mit Hackbrett und Gitarre. Seit Jahren arbeitet er einige Mo- nate im Jahr in Gstaad, wo er im Hotel „Le Grand Cha- let“ bis heute für die Gäste Zither spielt. Giedre Beckert Geburtstage Hans Krasser Foto: Michael Jongebloed ZITHER SZENE |83

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