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2013_Zither-Mag_2

Experimente mit Klängen und Farben Die Malerin Andrea Böhm erzählt über ihre Zusammenarbeit mit Fabian Eicke Musik erzeugt einen Ein- druck, sie hinterlässt Spu- ren. In diesem Raum entste- hen meine Bilder, die nicht einzelne Töne festhalten wollen, nicht die Struktur nachzeichnen, sondern mein subjektives Erleben dieser Musik zum Thema haben. Schon lange bin ich faszi- niert von dem künstleri- schen Enthusiasmus und Perfektionsstreben, mit dem Fabian Eicke um den pas- senden Klang jeder musika- lischen Interpretation ringt. Bei einem Gespräch im Frühling 2012 stellten Fabian und ich fest, dass während des Hörens von Musik Bilder im Kopf entstehen. Bei ihm, dem Musiker, bei mir, der Malerin. Eine spannende künstlerische Zusammenarbeit zwischen Fabian und mir begann. Wenn Fabian Eicke „Tierkreis“ von Karlheinz Stockhausen spielt, ist das sperrig und ungewöhnlich, zum Frieren teil- weise. So war es eine echte Herausforderung, seine Inter- pretationen Bild werden zu lassen. Gemeinsam näherten wir uns der Komposition und experimentierten mit Klängen und Farben. In dieser Atmosphäre entstanden verschiedens- te Bildkompositionen, bis sich letztlich drei großformatige Werke als schlüssig herausstellten, die auch miteinander korrespondieren. Für diesen Prozess bin ich sehr dankbar. In Momenten gelingender Kommunikation über sub- jektives Erleben fühle ich mich lebendiger als irgend- wann anders. Ich bin davon überzeugt, dass es für Men- schen wichtig ist, immer wieder dem Erleben im eige- nen Inneren nachzuspüren, so wie es möglich ist, wenn man sich auf Schaffenspro- zesse und Kunstwerke einlässt. Musik und Bild sind durch gegenseitige Anregung gewachsen und entstanden. Das Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses stellten wir während einer Vernissage im September 2012 vor. Bild und Klang ergänzen sich auf ideale Weise, wobei auch jedes für sich eine Besonderheit darstellt. Das Werk Stock- hausens klingt selbstständig, genau so wie meine Bilder den Menschen auch ohne Musik zu einer inneren Reise anregen. Früher habe ich meinen Bildern lieber keine Titel gegeben, weil man sich leicht mit einem oberflächlichen Erkennen zufriedengibt. Damit schöpft man das Potential der Begeg- nung mit dem Kunstwerk nicht aus, was ich schade finde. Diese Bilder hier haben, von der Musik ausgehend, Titel be- kommen. Andrea Böhm " DAS SPIEL DER ZWILLINGE" ist eines der drei Bilder, die Andrea Böhm zu Fabian Eickes Interpretation von Stockhau- sens „Tierkreis“ malte. Klausen zithert Konzert mit Südtiroler Zitherschülern Zum gemeinsamen Musizie- ren haben sich Anfang Mai junge ZitherspielerInnen aus Bruneck, St. Ulrich und Klausen im Knappensaal der Musikschule Klausen getrof- fen. Die meisten kannten sich untereinander noch vom Festival „Zither 9“, das 2012 in München stattgefun- den hatte. 20 Zitherspiele- rInnen aus Südtirol hatten an dem Jugendprojekt des Festivals teilgenommen. So wurden alte Erinnerungen aufgefrischt und neue Pläne für „Zither am Berg 2013“ in Bad Aibling geschmiedet. Die Zither gilt zwar als Ins- trument, das etwas in Ver- gessenheit geraten ist; doch nun wurde von den 29 jun- gen ZitherschülerInnen im Alter von fünf bis 18 Jahren bewiesen, dass das nicht der Fall ist. Gekonnt und mit viel Freude gaben sie Werke von Bach über Klassik und Pop- Songs bis hin zur Volksmusik zum Besten; für jeden Mu- sikfreund war etwas dabei. Den krönenden Abschluss bildete das letzte Musik- stück „In The Jungle“ von Linda Solomon, bei dem sich alle 29 ZitherspielerInnen auf der Bühne versammel- ten und dabei von Freunden (einer Geigen-, einer Zieh- harmonika- und zwei Hack- brettspielerinnen) begleitet wurden. Das zahlreiche Publikum bedankte sich mit einem langen Applaus und auch die Zitherlehrerin Reinhilde Gamper war sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Schü- lerIinnen Mara Vieider Schnupperkurs am Samerberg Während der Grainbacher Volksmusikwoche am Samer- berg Anfang April 2013 fand heuer erstmals ein Zither- schnupperkurs vom DZB-LV Bayern-Süd statt. Mit 18 InteressentInnen wurde die- ses Angebot bestens von den Teilnehmern angenommen. Mit Annette Bliemetsrieder und Irmengard Auer mach- ten die Schnupperer ihre ers- ten Schritte auf dem Instru- ment, lernten verschiedene Melodien bzw. begleiteten sich zu gesungenen Liedern. Sie hatten viel Spaß und wa- ren auch sehr fleißig, sodass trotz mancher Blasen an den Fingern beim Abschluss- vorspiel bereits zwei kleine Stücke aufgeführt werden konnten. Irmengard Auer 86 | ZITHER SZENE

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