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2013_Zither-Mag_2

Kerstin Hänsel

Kerstin Hänsel spielt seit acht Jah- ren Zither. Der Klang des Instru- ments, welchen die Mutter von drei Kindern in den Seminaren von Weig- mannsdorf, Marienberg und Rudol- stadt kennen- und schätzen gelernt hat, begeistert sie so sehr, dass sie sich als Vorsitzende des Landesver- bandes Sachsen künftig dafür ein- setzen will. Sie engagierte sich lang im Grundschulbereich, ist geprüfte Projektmanagerin und freut sich, die dort gesammelten Erfahrungen auch zu Gunsten der Zither einsetzen zu können: „Ich gestalte mit Kindern gern Märchen mit Geräuschen, Klang und Zitherstücken oder organisiere Klang- pfade, in denen auch mal ein mittelalterliches Stück aus den Cantigas de Santa Maria erklingt“, sagt Kerstin Hänsel, die hauptberuflich in der Sparkasse Chemnitz ar- beitet. Angefangen hat alles mit einer alten Akkordzither, die eine Arbeitskollegin der Familie Hänsel schenkte. Der junge Lehrer Michael Hecker verstand es, die Begeiste- rung für das Saiteninstrument bei Tochter (heute 15 Jahre alt) und Mutter zu entfachen. Seminare mit her- vorragenden Lehrern wie Christine Höfer, Martin Mallaun, Harald Oberlechner und Michal Müller brachten die Frau- en der Familie Hänsel auch mit anderen Zitherspielern zusammen. Die Entscheidung vor drei Jahren, dem DZB beizutreten, fiel ihr nicht schwer. Die Vorteile lagen für Kerstin Hänsel klar auf der Hand: Der Verein ist für sie ein Lernort für Ge- meinschaftlichkeit, ein Ort, um Netzwerke zu bilden, Kon- takt mit Gleichgesinnten zu halten und Informationen über Fortbildungen und Konzerte zu bekommen. Das sei, findet sie, besonders für Jugendliche wichtig. Sie könnten sich unter ihresgleichen austauschen, Ideen sammeln, Spaß haben und eigene Erfahrungen machen. „Für mich steht deshalb die Jugendarbeit als solche ganz oben auf der Aufgabenliste“, sagt die neue Vorsitzende. Besonderer Einsatz gilt dem Landeszitherorchester, in dem die meisten sächsischen Nachwuchs- zitherspieler organisiert sind. Auch will sich die neue Landesvorsit- zende bemühen, das Instrument in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Der alte Vorstand unter der Leitung von Tobias Duteloff hatte bereits zahl- reiche Weichen für die Entwicklung der Zither in Sachsen gestellt. Ker- stin Hänsel will dort an- setzen und weiter voran- gehen. Der Aufbau einer aktuellen Internetseite zählt zu den vorrangi- gen Zielen des im März gewählten Vorstands. Geplant ist auch, die Zu- sammenarbeit mit dem Sächsischen Musikrat und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen weiter zu stärken, da- mit Projekte wie das Seminar in Weigmannsdorf erhalten bleiben. Allerdings müssen neue Formen der Durchführung entwickelt werden, um den gestiegenen Ansprüchen Rech- nung zu tragen. Beste Voraussetzungen für neue Entwicklungen bietet nach Meinung von Kerstin Hänsel das gute Arbeitsklima zwischen sächsischem und thüringischem Landesver- band. Auf dieser Ebene könnten zum Beispiel Schüleraus- tauschkonzerte stattfinden, damit sich auch Jugendliche benachbarter Bundesländer kennenlernen und vernetzen können. Alle Vorhaben sind natürlich nur zu verwirklichen, wenn Vorstand und Vereinsmitglieder gut zusammenarbeiten. „Ich möchte aktiv auf Menschen zugehen und mit vielen das per- sönliche Gespräch suchen. Ein echtes Interesse für die Spie- ler und deren Wünsche ist der richtige Weg.“ Giedre Beckert Die Jugend im Blick Kerstin Hänsel, die neue Vorsitzende des Landesverbands Sachsen, möchte die Zither in der Öffentlichkeit bekannter machen 88 | PROFIL

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