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2013_Zither-Mag_2

Karikaturen: Manuel Kuthan Bernhard Hilbich, Musiklehrer Frage 1: Was heißt „zeitgemäß“? Irgendeiner Mode unterwor- fen, oder „im Neusprech“: „Ey Alder, isch gehe Zither“ - oder so ähnlich? Dann probieren wir ein paar Möglichkeiten durch: EZB – „Europäischer Zithermusik-Bund": ist zu leicht mit DZB zu verwechseln. EZA – „European Zithermusic-Association": gibt es schon so ähnlich als ESA – „European Space Agency“); WWZA – „World Wide Zithermusic-Association“: klingt irgend- wie nach WAA (für die jüngeren Leser: (nukleare) Wieder- aufbereitungsanlage in Wackersdorf – googelt doch mal); BZB - „Bayerischer Zithermusik-Bund“: jetzt aber – das klingt ja fast wie BVB („mia“ haben Dortmund zwar heuer im Cham- pions-League-Endspiel geschlagen, aber vorher waren sie Deutscher Meister!). Das führt uns direkt zum Spielstand: 1:0 für das Beibehalten des Namens! Frage 2: So so, da stören sich also Jugendliche an dem Begriff „Deutscher“ im Namen - nun lasst uns doch mal sehen. Hier sind ein paar „lokalpatriotische“ (und „völlig unzeitgemäße“) Beispiele: „Nordbayerischer Musikbund“, „Allgäu-Schwäbi- scher Musikbund“ oder „Musikbund von Ober- und Niederbay- ern“ - na gut, hier kommt das Wort „Deutscher“ nicht vor. Aber es handelt sich hier um die bayerischen Blasmusikverbände (und die haben Zulauf von Jugendlichen (fast) ohne Ende - woran das wohl liegen mag?) Neuer Spielstand: 2:0 für das Beibehalten des Namens! Frage 3: „Identitätsverlust“ oder „Öffnung“ - hier ein kleines Beispiel aus meinem Umfeld! Ich unterrichte an der Sing- und Musikschule der Stadt Neumarkt. Die Stadt veranstaltet jedes Jahr eine „Internationale Jugendbegegnung“, wechsel- weise in Neumarkt und in einem der beteiligten Länder. In diesen jeweils einwöchigen Workshops, zu denen auch ge- meinsame Freizeit usw. gehört, studieren junge (Orchester-) Musiker Werke der Weltliteratur ein und präsentieren sie in einem „Friedenskonzert“. In diesen Workshops spielen Ju- gendliche aus 12 Ländern, z. B. aus Russland, Kroatien, Ser- bien, Montenegro, Tschechien und (man höre und staune) aus der Oberpfalz. Meiner Erfahrung nach gab es noch nie Debatten um „Deutsche, Kroaten, Serben etc.“! Neuer Spielstand: 3:0 für das Beibehalten des Namens! Frage 4: siehe Frage 1. Fazit: Ich sehe absolut keinen Grund den Namen „Deutscher Zithermusik-Bund (DZB) zu ändern – ganz im Gegenteil. Deutschland hat eine problematische Vergangenheit. Dass hier kein Schlussstrich gezogen werden kann, beweist der zur Zeit in München laufende NSU-Prozess! Also sollten wir als „Deutsche“ Zitheristen mit anderen Mu- sikern und Musikanten zusammenarbeiten, ohne uns (und unsere Identität) „zu verbiegen“. Wenn es gelänge, uns mit in- und ausländischen, jungen und älteren -, Laien und Pro- fimusikern offen, fair und mit gegenseitigem Respekt zu ver- netzen, könnten wir diese Diskussion um den Verbandsnamen beenden und uns den wirklich wichtigen Themen zuwenden! Neue Jan Folprecht, Tschechien Frage 1: Wir haben nichts gegen den Namen des Verbands, also gegen das Attribut „Deut- scher“ (für uns ist es kein Problem), denn wir respektieren sowohl die Größe der Mitglieder- basis in Deutschland als auch die Geschichte der Aktivitäten des Deutschen Bundes. Mit dem Raum, den uns die Mitgliedschaft im Bund gibt, und der bisherigen Form und Mit- arbeit (oder direkter Hilfe) sind wir völlig zu- frieden (allerdings halten wir Deutsch für die diplomatische Sprache der Zitheristen auf der ganzen Welt). a n Welt). Isolde Jordan, Harald Oberlechner, Hoch- schuldozenten, Innsbruck Frage 1, 2 und 3: Eine Namensänderung beim DZB ist bestimmt nicht unproblema- tisch... aber welche tiefgreifende Änderung ist schon komplikationsfrei... Frage 4: Unsere Vorschläge: Zitherbund (ohne Deutscher) oder (Verein) Zither ohne Grenzen oder (Verein) Pro Zither

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