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2014_Zither-Mag_3

Freitag Das Wetter ist mäßig, die Reithalle des Schlosses Maxlrain nicht beheizbar, alles fröstelt vor sich hin. Während sich langsam die Halle füllt, remixt Leopold Hurt historische Aufnahmen traditioneller Zithermusik. Sehr originell und unterhaltsam, aber die meisten Festivalgäste sind noch mit gegenseitigen Begrüßungen beschäftigt. Nach Hurt kommen die Volksmusiker auf die Bühne: das Duo Hornsteiner-Kriner, die Zithermusi Hornsteiner, die Quartl-Musi, das Wössner Erntedank-Ensemble, die Mehrnbåcher Viazger, die chinesische Guzhengspielerin Xu Fengxia. Und der Kabarettist Heini Zapf. Ich bin selber Zitherspieler und leiden- schaftlicher Volksmusikant. Die Zusammenstellung der Gruppen und die Stückauswahl waren für mich sehr anspruchsvoll und gelungen. Es wurde keine kitschigen Stückerl gespielt, wie man sie oft auf Hoagart‘n hört. Da- rauf bin ich sehr allergisch. Die chine- sische Zitherspielerin war ein Genuss, eine begnadete Musikerin. Dazu fällt mir auch zwei Monate danach nur der Begriff ein, ein Geschenk des Himmels. Das Volksmusikkonzert war für mich eindeutig der Höhepunkt des Festivals. Sepp Ranner, Landtagsabgeordneter a.D. und Vorsitzender des Kulturfördervereins Mangfalltal in Maxlrain Der Moderator Heini Zapf war schon eine Sensation in seiner Überzeichnung und in seinen Sketchen äußerst humor- voll. Ein bleibender Eindruck war auch die chinesische Zitherspielerin, vor al- lem deren ungeheure Virtuosität und Musikalität. Gertrud Vogl, Geschäftsführerin Kulturförderverein Mangfalltal Immer wieder werde ich vom Georg Glasl dazu gebracht, mich mit der Zither als Moderator auseinanderzusetzen. Nachdem es einem Zitherspieler immer pressiert, quasi auf dem Sprung zum nächsten Termin, habe ich mir die Zither auf einen Bauchladen gelegt und bin spielend auf die Bühne gegangen. Quasi „Zither to go“. Da kann der Zitherspieler mit dem letzten Stück spielend gehen und bei der nächsten Veranstaltung mit dem ersten Stück hereinmarschieren (und unterwegs üben). Eine 40 Mann starke „Zither to go Kapel- le“ kann auch beim Oktoberfestzug mit- marschieren. Ja, stellt euch vor: Blaska- pelle – Zither to go – Blaskapelle! Okay. Von der Zither hörst du nix, aber es schaut schön aus. Mit solchen Veranstal- tungen schafft man es, dass die Zither in Bewegung und im Gespräch bleibt. Heini Zapf, Moderator des Zwiefachkonzerts In der Reithalle: Das Wössner Erntedank-Ensemble (rechts hinten) macht sich gerade zum Spielen fertig. Guzheng-Spielerin Xu Fengxia Zithermusi Hornsteiner Heini Zapf als Schuhplattler Quartl-Musi Mehrnbåcher Viazger 20 | INNENANSICHT

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