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2014_Zither-Mag_3

Ungebremster Tatendrang

Alles begann mit der Planung der 13. Zither- musiktage, die 1996 in Bad Harzburg, Niedersachsen, stattfinden sollten. Damals wurde die Idee geboren, ein Landeszitherorchester Nord zu bilden. Ulrich Zander, der damalige erste Vorsitzende im DZB-Landesverband Nord (LV Nord), nutzte die Kontakte zu Teilnehmern des gerade fünf Jahre jungen LV-Nord-Semi- nars und arbeitete kontinuierlich daran, das norddeutsche Zithergeschehen wie- der aufleben zu lassen. Matthias Wich- mann aus Bremen, Gitarrist und heute Schulmusiker in Elmshorn, wurde als Dirigent engagiert. Im Gemeindesaal in Wennigsen, nahe Hannover, konnte 1994 mit der Probenarbeit begonnen werden. 15 Zitherspieler und drei Gitarristen, die keine weiten Wege fürchteten, – sie kamen aus Bielefeld, Bremen, Großraum Hamburg, Berlin, Braunschweig, aus dem Harz und der Region Hannover - be- geisterten sich für die Idee und scheuten keine Mühen, um bei den Zithermusik- tagen in Bad Harzburg ein gutes Zither- orchester präsentieren zu können. Aus den Einzelspielern entwickelte sich ein „hörbar“ fortgeschrittenes Großensem- ble, das, getragen vom Eifer des jungen Dirigenten, in kürzester Zeit ein kleines Konzertprogramm erarbeitete. Beim Er- öffnungskonzert in Bad Harzburg spielte das LZO Nord die Nordische Romanze von Johannes Pugh und die Melodienfol- ge Aus den Bergen im Satz von Gernot Sauter. Bis heute setzen seither die Orchester- mitglieder die musikalischen Treffen fort. Das Gasthaus Schwägermann in Bennigsen/Springe wurde als neues Pro- benlokal gewählt. Gisela Müller-Kopp kümmert sich um die Logistik. Selbst- bewusst und organisatorisch unterstützt durch einige Mitspieler veranstaltet das Orchester jetzt jährlich Konzerte, deren breit gefächertes Musikrepertoire immer mehr Zuspruch erhält. In Bennigsen, Braunschweig, Lautenthal, Hagen a.TW, Bremen, Rotenburg/Wümme, Elmshorn, Norderstedt, Goslar, Barsinghausen und zuletzt in Schneverdingen gestaltete das LZO Nord mit dem Bremer Zither- musikverein von 1892 Kon- zertstunden. Natürlich ver- abschieden sich regelmäßig Spieler, dafür „entdecken“ neue Leute den norddeut- schen Zitherkreis. Kurz: Die Mitgliederzahl sinkt und steigt und sinkt und steigt. Zurzeit ist wieder eine Orchesterstärke von zwölf Spielern erreicht. Zu den besonderen Ereignissen zählten 2000 eine Fernsehaufzeichnung des NDR im „Haus 13“ in Elmshorn, 2002 die Teilnahme beim Wettbewerb für Auswahlorchester in Bruchsal und die Jubiläumsveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens. 2007 gestalte- te das LZO eine Konzertstunde während des Niedersächsischen Orchesterwett- bewerbs in Bersenbrück, 2012 nahm es am Rahmenprogramm des 8. Deutschen Orchesterwettbewerbs in Hildesheim teil. Am Sonntag, 9. März, feiert das Landes- zitherorchester des LV Nord sein 20-jäh- riges Bestehen und lädt von 11 Uhr an zur Festveranstaltung im Gasthaus Schwägermann (Schusterhöfe 3, 31832 Springe/Bennigsen) ein. Mitwirken wer- den neben dem LZO der Bremer Zither- musikverein von 1892, das Collegium Concertante und andere (Infos unter www.zitherbund.de/LV 6). Gisela Müller-Kopp Gisela Müller-Kopp (vorn rechts mit Zither sitzend) kümmert sich um die Logistik des Landeszitherorchesters Nord, das regel- mäßig Konzerte veranstaltet. Im März feiert das Ensemble sein 20-jähriges Bestehen. Foto: LZO Nord Ungebremster Tatendrang Das Landeszitherorchester Nord feiert sein 20-jähriges Bestehen SELBSTPORTRÄT | 55

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