Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2014_Zither-Mag_3

Entspannung inbegriffen Seniorenseminar in der Musikakademie Hammelburg Auch im Jahr 2013 trafen sich 38 Freunde der Zither- musik vom 9. bis 13. Sep- tember 2013 in Hammelburg. Die unter der Burg Saaleck gelegene Musikakademie, die sich harmonisch in die Landschaft schmiegt, schafft bereits durch ihre Architek- tur einen Raum für gute Mu- sik. Die Dozenten Frédéric Jenniges, Hans Krasser, Gi- sela Müller-Kopp und Ger- hard Wunderlich genossen die Atmosphäre ebenso sehr wie die Seminarteilnehmer. Sogar der aus München an- gereiste Instrumentenbauer Kurt Hartwig war angetan von der angenehm heimeli- gen Stimmung. Die Spieler mussten sich dieses Jahr nicht nur auf das Ensemble-Vorspiel in ihren jeweiligen Gruppen konzen- trieren, sondern auch noch auf die Teilnahme am „Deut- schen Orchestertreffen 60+“ in Bad Kissingen. Gerhard Wunderlich übernahm es, die Teilnehmer im Orches- terspiel auf den Auftritt im Theatersaal des Kurorts vor- zubereiten. Gespielt wurden die Nordische Romanze von Johannes Pugh, das Rondo C-Dur von Diabelli, Tänze aus dem Westallgäu, arran- giert von Wolfram Breckle, sowie der Charleston Five Foot Two. Ein Schmankerl des Semi- nars sind die Auftritte der Solisten an den Abenden. Die Referenten stellten sich mit Stücken aus ihrem wun- derbaren Repertoire vor, und mutige Seminarteil- nehmer wagten es, Neuer- lerntes oder Altbekanntes zu präsentieren. Auch der Gesang kam nicht zu kurz. Angenehm positiv gestimmt verließ die Grup- pe den Seminarort am letzten Tag, hochmotiviert, das wunderbare Instrument Zither weiter zu spielen. Lydia und Karlheinz Lorenz Lustig ist das Zitherleben Ein Bericht über das Saitenspiel-Seminar 50+ in Staufen Vier Mitglieder vom Berner Zither- und Hackbrettkreis reisen einmal im Jahr mit Sack und Zitherpack über die Basler Grenze nach Stau- fen. Darauf freuen wir uns jeweils schon nach Weih- nachten. Denn das Seminar Staufen, das im Mai statt- findet, ist nicht nur für sein musikalisches Niveau, son- dern auch für seine freund- schaftliche und gemütliche Atmosphäre bekannt. Staufen mit seinem roman- tischen Burghügel liegt eine halbe Bahnstunde von Frei- burg im Breisgau entfernt. Das hübsche Städtchen ist, so wie der nahe Kurort Bad Krotzingen, ein beliebtes Touristenziel. Auch die Wan- derwege durch weite Reb- berge und Spargelfelder sind einladend, da allenthalben behäbige Gasthöfe anzutref- fen sind. Die Musikakademie von Staufen ist ein modernes Gebäude mit Übungsräu- men, akustisch konzipier- tem Konzertsaal und einem integrierten Hotelbetrieb mit Gästezimmern und Speisesaal. Hier treffen sich badische Zither-, Hackbrett- und Blasmusikvereine für Unterrichtsseminare und Übungstage. In unseren Spielgruppen (sechs bis acht Spieler) waren Konzertzither, Hack- brett, Gitarre, Mandoline, Harfe, Akkordeon und Kontrabass vertreten. Den Gruppenunterricht leiteten Ralf Colin, Nicole Dietsche, Markus Ulmer, Thekla Mat- tischek und Beate Weisser. Zum Teil war das Notenma- terial recht anspruchsvoll, aber die erfahrenen Lehrer verstanden es bestens, fort- geschrittene und unsichere Spieler angepasst zu betei- ligen. Spannend war auch das Begleitprogramm, zum Beispiel praktisches Üben von alten Tänzen wie Menu- ett, Sarabande oder Bourrée. Auch Stadtführung und Nachmittagsausflug standen auf dem Programm, und die gute Küche wurde allerseits gerühmt. Bedenklich hingegen schien es, dass manche Zitherspie- ler und andere Geräusch- produzenten erst um 1 Uhr morgens in ihre Zimmer verschwanden, weil sie im Sous-sol, wo das berühmte Weinstübchen liegt, lauthals gesungen und gefeiert hat- ten. Aber schließlich weiß man ja längst: Musiker spiel- ten seit jeher gern in Wein- baugebieten. Margret Renner Hans Krasser (Bildmitte hinten) mit den Teilnehmern in Hammelburg. Foto: Lorenz 66 | ZITHER SZENE

Seitenübersicht