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2014_Zither-Mag_2 - Selbstporträt - Inspiriert von Jazz, Rock und Pop

Das Lanzinger Trio ist mit ungewöhnlichen Stil-Mix erfolgreich unterwegs

Oft sind spontane Projekte nicht nur für den Moment, sondern es entwi- ckelt sich daraus etwas ganz Besonderes. So war es auch bei der Entstehung des „Lanzinger Trios“. Der in Nordschwaben lebende Zither- spieler Jörg Lanzinger wurde von Hans Doleschal zum Nürnberger Weihnachts- konzert im Dezember 2010 eingeladen. Für einen Auftritt vor dem großen Pub- likum der Meistersingerhalle stand zu dieser Zeit kein passendes Ensemble zur Verfügung. So wurden schnell Kollegen gesucht, die an einem Projekt in der klas- sischen Saitenmusik-Trio-Besetzung mit Hackbrett, Zither und Gitarre Interesse zeigten. Mit den beiden ebenfalls in der schwäbischen Szene verwurzelten Musi- kern Komalé Akakpo aus München und Reinhard Schelzig aus Augsburg wurden umgehend zwei Routiniers gefunden, die für dieses Abenteuer bereit waren. Flugs wurde ein Repertoire aus eigenen Stücken aufgebaut, einige Kompositionen wie zum Beispiel das Stück „Yellowgreen“ waren auch schon vorhanden. Von Anfang an war klar, dass man nicht traditionell arbeiten wollte: die Stubenmusik-Stücke sollten nicht die gängigen Klischees be- dienen, sondern mit neuen tonalen und rhythmischen Elementen eine gewisse Eigenständigkeit bekommen, ohne aber in den volkstümlichen Schlager abzu- driften. Alle drei Musiker haben einen breiten Musikgeschmack und sind dem- entsprechend auch in anderen Besetzun- gen aktiv. Es lag somit auf der Hand, die Inspiration für die Kompositionen auch in Jazz, Rock und Pop zu suchen, um im Endeffekt eine neuartige Fusion der Sai- tenmusik mit diesen Genres zu bekom- men. Diese Mischung birgt auch gewisse Gefahren in sich: Wie kommt sie beim Publikum an? Was sagen die Stubenmu- sik-Freunde zu den Jazz-Pop-Stücken? Was halten die Jazzer von Landler, Polka & Co.? Die Erfahrungen bei Konzerten zeigten schnell, dass der Stil-Mix gerade auch bei längeren Konzertabenden ein Vor- teil ist, da die Abwechslung, die bei drei ähnlich klingenden Saiteninstrumenten unabdingbar ist, schon allein durch die Mischung der diversen Musikrichtun- gen zustande kommt. Darüber hinaus bringen auch alternative Wege beim Ar- rangement sowie die kreativen Songtitel in Kombination mit einer kurzweiligen Moderation genügend Farbe in die Dar- bietung des Trios. Im Augsburger Raum konnte sich das Ensemble auch durch die Unterstützung von Evi Heigl, der Lei- terin der Volksmusikberatungsstelle in Krumbach, schnell einen guten Namen erspielen. So wurde rasch der Entschluss gefasst, eine erste CD in Eigenregie auf zu nehmen. Das Erstlings-Werk „Freilig“ (schwäbisch für freilich, selbstverständlich) sollte dann auch die Antwort auf die Frage sein: Kann man mit Hackbrett, Zither und Gi- Die Stubenmusik-Jazz-Pop-Boyband mit ihren 169 Seiten: Reinhard Schelzig, Gitarre, Komalé Akakpo, Hackbrett und Jörg Lanzinger, Zither , sind zwar eine traditionelle Saitenmusikbesetzung, gehen aber damit völlig neue Wege. Fotos: Marco Petz Inspiriert von Jazz, Rock und Pop Das Lanzinger Trio ist mit einem ungewöhnlichen Stil-Mix erfolgreich unterwegs

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