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2014_Zither-Mag_2

Zither live Schellacks & Privataufnahmen (1920 bis 2012) zusammengestellt von Klaus Waldburg Preis: 5 Euro (es darf gern mehr gespendet werden) Die Daten-CD ist zu beziehen über Klaus Waldburg klaus-waldburg-zither@arcor.de Eine Reise durch 90 Jahre Zithergeschichte Klaus Waldburgs wunderbares Zeitdokument Fast ein ganzes Jahr hat Klaus Waldburg gebraucht, um diese CD zusammenzustellen. Denn es dauerte, bis er alle geschenkten und vererbten Musikkassetten digitalisiert hatte. Aber die Arbeit hat sich zweifelsfrei gelohnt. Ent- standen ist ein tolles Zeitdokument mit zahlreichen histo- rischen Aufnahmen von Georg Freundorfer, Werner Frey, Richard Grünwald, Walter Jellinghaus, Karl Jancik, Rudi Knabl, Anton Karas, Ewald Kuchenbuch, Fritz Mühlhölzl, Walter Schindler - letzterer aufgenommen in der DDR 1958. Natürlich auch von Waldburg selbst sowohl als Solist als auch mit zahlreichen anderen Besetzungen. Insgesamt hat er 160 Stücke auf eine am Computer abspielbare Da- ten-CD gepresst, mehr ging nicht mehr. Aber das reicht für zwölf Stunden und 33 Minuten. Natürlich handelt es sich nicht um Aufnahmen in Studio- qualität, sondern um private Mitschnitte von Leuten, die irgendwo – oft nicht einmal besonders nah – in einem Kon- zertsaal oder einem Wirtshaus saßen und die Musik mit den gerade vorhandenen technischen Mitteln aufnahmen. Und die waren zu der Zeit, als beispielsweise Fritz Mühl- hölzl die „Isarkinder“ von Anton Stelzl spielte, einfach noch nicht so optimal. Selbstverständlich sind auch die Aufnahmen des fast schon legendären „Zitherquartetts Oberhausen“ enthalten mit ihrer Interpretation von Maurice Kagels „Charakterstück“ (siehe Repertoire, Seite 60). Waldburg, Hans Krasser, Kurt Klingler und Albert Zumbusch spielten 1972 in der Reihe „Musik der Zeit“ die Uraufführung. Ein besonderes Zuckerl der CD ist der Briefwechsel, den Waldburg in den Neun- zigerjahren mit dem weltberühmten Komponisten führte, um ihn zu einem weiteren Stück für Zither zu überreden. Das Vorhaben scheiterte, weil Kagel für die vom DZB ange- botenen 1500 Mark nicht komponieren wollte. Schade. Aber immerhin gibt es die CD, auf der man dieses Stück und vieles andere nachhören kann. Sabine Reithmaier 68 | MAGAZIN

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