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2014_Zither-Mag_2

Gertrud Wittkowsky Frage 1: Zunächst finde ich es wichtig, alle organisatorischen Dinge wie Sitz- oder Stehposition, Notenpult, Licht, Ringe, greifbare Ersatzsaiten mit Werkzeug perfekt in Ruhe vorzubereiten und eine Anspielprobe zu machen, um die Akustik im Raum auszuloten. Dann versuche ich vor jedem Auftritt, mich kurz in Ruhe zu sammeln, wenn es geht, mich auch nochmal auf den Boden zu legen, tief zu atmen, einfach loszulassen und an nichts zu denken. Frage 2: Die Vorstellung, den Zuhörern musikalisch Freude zu bereiten, lässt mich mit einem guten Gefühl auf die Bühne gehen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf meine Anspannung aus. Ich würde den „Kick“ nicht als negative Anspannung be- zeichnen, denn wenn mich dies zu sehr belasten würde, dann wäre es besser, die Bühne nicht zu betreten. Rosalyn Sabo Frage 1: Eine richtige Strategie gegen das Lampenfieber habe ich noch nicht entwi- ckelt, jedoch sind meine Anspannung, die Hektik und das Chaos tatsächlich zum Ritual geworden. Vom Saitenreißen, Notenständer vergessen über Zitherring verlieren ist alles dabei - und gehört irgendwie schon dazu. Wichtig für mich am Auftrittstag ist es, dass ich wirklich 30 Minuten nur für mich habe (und eine Dusche in der Früh, um möglichst alle noch vorhandenen Sinne zu aktivieren). Frage 2: Sobald ich auf der Bühne bin, ver- suche ich alles auszublenden und nur die Musik zu spüren. Auch wenn die eine oder andere Sache passiert oder nicht optimal läuft - jeder neue Ton gibt mir Hoffnung und ist eine neue Chance, die Spannung zu halten. Ich versuche voll konzentriert, mein Bestmögliches zu geben, und meistens ge- lingt es auch mit der Musik, dem Publikum positive Energie zu schenken. gehen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf meine Anspannung aus. Ich würde den „Kick“ nicht als negative Anspannung be- zeichnen, denn wenn mich dies zu sehr belasten würde, dann wäre es besser, die Bühne nicht zu betreten. vergessen über Zitherring verlieren ist alles dabei - und gehört irgendwie schon dazu. Wichtig für mich am Auftrittstag ist es, dass ich wirklich 30 Minuten nur für mich habe (und eine Dusche in der Früh, um möglichst alle noch vorhandenen Sinne zu aktivieren). Sobald ich auf der Bühne bin, ver- suche ich alles auszublenden und nur die Musik zu spüren. Auch wenn die eine oder andere Sache passiert oder nicht optimal Wolfgang Hubert Frage 1: Die positiven Rückmeldungen von bisherigen Auftritten helfen bei mir, „negatives“ Lampenfieber im Vorfeld zu vermeiden. Eine drohende sub- optimale Vorbereitung, z.B. bei kurzfristigen Anfragen, ist die größte Quelle, und entscheidet schon über eine Zusage. Trotzdem erlebe ich vor besonde- ren Herausforderungen, die den bisherigen Erfahrungshorizont übersteigen, zuweilen auch besonderen psychischen Stress. Das Vertrauen in das eigene Können und der grundsätzliche Wille, sich der Herausforderung zu stellen, sind bisher meine Ansätze zur Abwehr. Eine Erweiterung der Methoden für diese Fälle, z.B. Visualisierung, ist angestrebt. Frage 2: Eine leichte Anspannung meldet mir erwartungsgemäß, dass die Si- tuation keine Routinesache ist, wodurch Sinne und Konzentration geschärft sind. Kurz vor dem Auftritt helfen mir gewisse Rituale (z.B. Wasser trinken, Hände trocknen), um Körper und Geist von schlechten Gedanken abzulen- ken. Wenn es los geht, bin ich voll konzentriert und richte den Blick vor allem immer voraus. Zu trainieren, die volle Konzentration auf das Spiel zu richten, ist Teil meiner Vorbereitung. Positive Energie schöpfe ich aus dem Willen, mich und das Instrument gut zu präsentieren. Auch hier hilft mir das gewonnene Vertrauen aus den bisherigen, positiven Rückmeldungen, mich vor einer negativen Anspannung zu bewahren. ANDERS DENKEN |7

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