Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2014_Zither-Mag_2

Aufbruchstimmung in Sachsen Ein Seminar setzt Anregungen des Festivals Zither am Berg um „Es schwinden jedes Kum- mers Falten, solang der Zither Zauber walten...“ - frei nach Friedrich Schiller, so könnte man das Motto des diesjährigen Mittelsächsi- schen Zitherseminars des LV Sachsen, das im März in Weigmannsdorf bei Freiberg (Sachsen)stattfand,bezeich- nen. Bemüht, den Schwung und die Anregungen aus den Veranstaltungen anlässlich von „50 Jahre DZB“ in Bad Aibling erfolgreich in die Praxis umzusetzen, startete unser neuer Landesvorstand unter der Leitung von Kerstin Hänsel voll durch. Zunächst erfolgte die Seminararbeit in altbewährter Weise. Aufgeteilt in drei Gruppen unter der Leitung von Werner Marzahn, Regensburg, Ger- hard Wunderlich, Kirchen- lamitz, und Michael Hecker, Jena, wurde in unterschied- lichster Weise, in abgestuften Schwierigkeitsgraden, aber stets mit großem Einsatz versucht, die Ziele zu errei- chen. Allen machte es Spaß, im Übereifer mussten Pausen fast jedes Mal erst ange- mahnt werden. Am Abend setzte sich die Fachsimpelei fort. Natür- lich brillierten wieder einige Spieler mit Zithervorträgen, wie man sie in der Art und Weise kaum in einem Kon- zertsaal zu hören bekäme. Die Stimmung war einzig. Doch was sollte nun den Schwung aus Bad Aibling verdeutlichen, was soll an- ders, besser gemacht wer- den? Ein Zither-Event muss- te her! So kam die Idee auf, unser Seminar mit einem öffentlichen Konzert zu verbinden. Aber wir hatten auch Zweifel: Wer sollte an einem Sonntagvormittag in den ländlichen Gefilden ei- nes sächsischen Landkreises zu einem Zitherkonzert er- scheinen? Doch es wurde ein toller Er- folg. Hinsichtlich der Besu- cherzahl wurden unsere Er- wartungen weit übertroffen, der Saal war voll. In unserem Programm - alle Auftreten- den waren aus unseren eige- nen Reihen, bereichert durch Steffen Hempel als Gast - wurden natürlich „alle Re- gister“ gezogen. Da klang die Zither in erster Linie nach „Zither“; moderne Stücke wurden nur behutsam einge- fügt. Das Publikum dankte mit großem Beifall. Und als in erzgebirgischer Tradition am Schluss das Bergmanns- lied „Glück auf, der Steiger kommt“ sowie das „Feier- abendlied“ gespielt wurde, gab es kein Halten mehr, alle sangen mit Inbrunst mit. Haben wir wirklich etwas Neues erreicht? Auf jeden Fall sind wir zithermäßig aus unserem eigenen Dunstkreis herausgetreten. Zweifellos war es ein Beitrag, das Inst- rument im Umkreis wieder bekannter zu machen und vielleicht auch mitzuhelfen, die etwas verschüttete, aber in Rudimenten noch vorhan- dene sächsisch-erzgebirgi- sche Zithertradition neu zu beleben. Wir sind mit unse- rem Konzert dort jedenfalls wirklich ins (positive) Gere- de gekommen. Gottfried Scheide Konzentriert bei der Sache: (Von links) Werner Marzahn, Birgit Weber, Tobias Duteloff, Se- bastian Gutte und Willi Tröger. Foto: Gottfried Scheide ZITHER SZENE |71

Seitenübersicht