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2014_Zither-Mag_2

Deutscher Zithermusik-Bund im Aufwind Bundesdelegiertenversammlung beschließt kostenfreie Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche Die gute Nachricht am An- fang: Jugendliche können künftig bis zum vollendeten 15.Lebensjahr kostenlos Mitglied im DZB sein. Auf dieses positive Signal einigte sich die Bundesdelegierten- versammlung einstimmig auf ihrer Sitzung im März in Trossingen. Zwei Tage berieten sich die Abgesandten der Landesver- bände gemeinsam mit dem DZB-Vorstand, diskutierten sich intensiv durch die lan- ge Tagesordnung. Doch trotz aller Debatten verlief die Sit- zung konstruktiv und in gu- ter Stimmung, getragen von dem Gefühl, dass es im DZB vorwärts geht. Das belegen auch die steigenden Mitglie- derzahlen, die Schatzmeister Rolf Beckert verkündete. Ein klares „Weiter so“ war denn auch das Ergebnis der zwei Tage. Die kostenfreie Mitglied- schaft für Kinder und Jugend- liche hatte Jugendreferentin Sabine Huber angeregt. Sie verwies auf die Jugendar- beit anderer Vereine: Die meisten bieten kostenfreie Mitgliedschaften, um den Nachwuchs frühzeitig an den Verein zu binden. Viele der Jugendlichen bleiben ihrem Verein auch später treu. Auch müssten Lehrer keine Hem- mungen mehr haben, ihre Schüler als Mitglieder für den Verband zu werben. Für die anderen Mitglieder wird es etwas teuerer: Vom 1.Januar 2015 an zahlen Hauptmitglieder zwei Euro mehr (im Ausland fünf Euro). Weiterhin beschloss die Ver- sammlung, dass künftig För- dermitglieder in Vereinen denselben Preis wie Familien- mitglieder zahlen sollen (der- zeit 6,50 Euro, ohne Magazin- bezug). Die Vereine werden allerdings nicht verpflichtet, den Beitrag abzuführen. Auch personell gab es einige Veränderungen. Neuer Ge- schäftsführer ist Ralf Colin, der bis dahin im Bundesmu- sikausschuss (BMA) mitge- arbeitet hatte. Jan Holger Speicher hatte sein Amt im vergangenen November we- gen beruflicher Überlastung zurückgegeben. Im Bundes- musikausschuss musste nicht nur der Posten von Ralf Colin nachbesetzt werden, sondern auch der bereits seit einem Jahr vakante Posten von Ger- trud Huber. Ihre Funktion übernimmt Petra Hamber- ger. Für Ralf Colin rückt Pia Grandl (LV Bayern-Süd) in den BMA nach. Um die Arbeit besser zu verteilen, bestimm- te die Versammlung zusätz- lich Johannes Schubert als Beisitzer im BMA, während Nikola Hammon, ebenfalls als Beisitzerin, die interne Kom- munikation übernimmt und im Redaktionsteam Zither mitarbeitet (erreichbar unter zither@zitherbund.de). Georg Glasl, seit zwei Jahren Präsident des DZB, nutzte die Sitzung, um eine kurze Bilanz des bisher Erreichten zu ziehen. Große Fortschritte gab es seiner Ansicht nach in der Außendarstellung des Verbands. Ziel war und ist es, den DZB auch jüngeren Zitherspielern gegenüber als attraktiven Verein dazustel- len, um damit einen weiteren Rückgang des Interesses am Instrument Zither zu unter- binden. Das neue Magazin Zither, die Umgestaltung des Internetauftritts und das ge- glückte Festival Zither am Berg hätten sich als Schrit- te in die richtige Richtung erwiesen, sagte Glasl. Dies bestätigten auch manche Delegierte. Mehrere berich- teten, dass das Magazin sich als Türöffner erweist und bei jungen Zitherspielern sehr gut ankommt. Jetzt komme es darauf an, sagte Glasl, die neuen Strukturen im Inneren zu festigen und die Lasten, die im Augenblick noch auf zu wenig Schultern ruhen, gleichmäßiger zu verteilen. Weniger rosig ist die finanzi- elle Situation des Verbands: Zwar ist es dem Präsidenten gelungen, für das Festival Zither am Berg so viele Mit- tel zu akquirieren, dass da- mit auch die Neugestaltung von Magazin und Webseite refinanziert wurde und kei- ne Rücklagen des DZB an- gegriffen werden mussten. Doch grundsätzlich benötigt der Verband mehr Geld, um die verstärkte Jugendar- beit, Kompositionsaufträge oder Seminare zu finanzie- ren und eine Unterdeckung zu vermeiden. „Das ist ein Problem, das alle angeht“, sagte der Schatzmeister und bat darum, sich Gedanken zu machen, wie die hohen Ausgaben kompensiert wer- den könnten. Sabine Reithmaier Tag der offenen Tür im Archiv: Die Bundesdelegierten nutzten die Gelegenheit, sich ein wenig mit den Feinheiten des Archivs vertraut zu machen. Foto: Reithmaier Verband ZITHER SZENE |73

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