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2014_Zither-Mag_2

Zupfen mal anders Das Malanders-Quartett aus Haßloch Das Malanders-Quartett spielt nicht nur Klassik, son- dern gerne auch mal etwas Anderes. Das war der eigent- liche Grund, warum sich vier Schüler der Musikschule der Gemeinde Haßloch diesen Namen gaben und immer noch zusammen musizieren. Seit 2010 gibt es die Vier als „Zupfer“-Ensemble der Mu- sikschule. Mittlerweile haben sie sich selbständig gemacht. Jan Wanisch, Altblockflöte, Benedikt Haas, Zither, Flori- an Hauke, Gitarre, und Mar- kus Kauf, Gitarre sind ehe- malige Ensembleschüler von Zitherlehrerin Gaby Kießling, die mit dem Quartett ein um- fangreiches Repertoire erar- beitete und viele Bearbeitun- gen dafür schrieb. Von Tilmann Susato (Renais- sance) über die wichtigsten Barockkomponisten, die Hauptvertreter der Wiener Klassik, Folklore, Ragtime, Blues bis hin zu Popsongs reicht das mittlerweile über 80 Stücke umfassende Repertoire. Die 18-jährigen Musiker sind Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Haßloch und kommen trotz Ganztagschulprogramm immer noch zum Musizieren. Die Zitherklasse von Gaby Kießling ist aktuell die einzi- ge in der Vorderpfalz. Zither- spielen hat hier eine weit über hundertjährige Traditi- on. Bestimmte Handwerks- zweige, die im Winter keine Arbeit hatten, benötigten ein weiteres Zubrot. Maurer verdingten sich als Advents- metzger, Gipser-/Stuckateur- und Malermeister musizier- ten im Salonorchester oder solistisch als Zitherspieler und verdienten sich zum sogenannten „Stempelgeld“ den Lebensunterhalt. Erst nach dem Zweiten Welt- krieg begann die Professio- nalisierung der bislang nur von Laien besetzten Inst- rumentalfächer Akkordeon und Zither. KurtSiebein Neues Zitherensemble in Thüringen Steffen Hempel gründet junge Zithergruppe Wir können in Deutschland auf eine lange, vielseiti- ge Pflege des Zitherspiels schauen. Doch der Erhalt der Tradition ist nicht selbst- verständlich. So haben in Thüringen 40 Jahre DDR ihre Spuren hinterlassen. Obgleich auch in dieser Zeit Instrumente gebaut wurden, einige Ensembles und Spie- ler aktiv waren, mitunter sogar ausgezeichnet wurden, sollte der Nachwuchsgewin- nung und dem Überleben der Zither Einhalt geboten werden. Dank engagierter Zither- pädagogen konnten jedoch nach der Wende wieder junge Spieler gewonnen werden. In Greiz bildete sich unter Anleitung von Reiner Floß Mitte der Neunzigerjahre ein Zithertrio an der Musikschu- le „Bernhard Stavenhagen“, bestehend aus den Schülern André Leipe, Heike Paulus und Steffen Hempel. Seit 2009 unterrichtet Stef- fen Hempel an eben dieser Musikschule. Mit Erfolg wirbt er seitdem um neue Zither- schüler. Im Oktober 2013 konnte endlich ein Zitheren- semble gegründet werden. Seitdem musizieren Johan- na Blase und die Jugend- lichen Christiane Schulze, Luisa Wagner, Erik Matthes gemeinsam mit ihrem Leh- rer. Die Probenarbeit findet während des Musikschulun- terrichts statt. Zum Reper- toire des jungen Ensembles zählen Stücke aus Rock, Pop und Filmmusik. Die ersten Ergebnisse der Probenarbeit haben sie bereits erfolgreich vorgestellt. Martina Lübbecke Junge Ensembles Überregionales Jugendorchester gegründet Auch in Bayern gibt es eine neue Formation: Irmengard Auer, die Jugendreferentin des DZB LV Bayern-Süd, hat ein überregi- onales Jugendorchester ins Leben gerufen. Erste Proben haben bereits stattgefunden. Wer beim Zithertag im Wasmeier-Muse- um war, konnte das junge Ensemble bereits spielen hören. Neue MitspielerInnen sind jederzeit willkommen. Eine DZB-Mitglied- schaft ist nicht erforderlich, aber natürlich gerne gesehen. Wei- tere Infos bei Irmengard Auer, irmi.aue@gmx.de Anfang Mai gestaltete das junge Ensemble bereits ein Konzert: (v.l.) Lehrer Steffen Hempel, Johanna Blase, Erik Matthes, Christiane Schulze und Luisa Wagner. Foto: Steffen Hempel Das Malanders-Quartett: (v.l.) Markus Kauf, Gitarre, Benedikt Haas, Zither, Jan Wanisch, Altblockflöte, und Florian Hauke, Gitarre Foto: Gaby Kießling 76 | ZITHER SZENE

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