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2014_Zither-Mag_2 - Profil - Fasziniert vom Klang der Zither

Die österreichische Musiklehrerin Christina Maurer unterrichtet 20 Schüler an drei Standorten

Christina Maurer aus Wagrain in Salzburg wurde 1986 in einer musi- sche Familie geboren, in der singen und musizieren zum Alltag gehörte. Auf die Zither wurde sie als Neunjährige auf- merksam: Das Instrument begeisterte sie nachhaltig und sie beschloss, es zu lernen. Obwohl sie noch weitere Inst- rumente, nämlich Blockflöte, Querflöte, Hackbrett und Gitarre lernte, kristalli- sierte sich die Zither bald als ihr Lieb- lingsinstrument heraus. Warum das bis heute so ist ? Für Christina liegt es am „Klang, dem Charme des Instruments, die vielen Möglich- keiten, die Zither ist einfach et- was Besonderes.“ Auch die schulische Laufbahn war musisch geprägt, Musik- hauptschule, Gymnasium mit musischem Zweig und dann das Musikstudium als nächster logischer Schritt. Nein, nicht unbedingt; obwohl Christina Maurer nichts lieber tat als zu musizieren, befürchtete sie, dass das heiß geliebte Hobby durch Studium und Beruf zu Zwang und Routine mutieren könnte. Dass sie sich nach drei Mona- ten USA-Aufenthalt dennoch entschloss, ihr Musikstudium zu beginnen, ist dem Beispiel einiger Freunde sowie der inneren Einsicht, dass es ohne Zither nicht gehen würde, zu verdan- ken. Sie studierte am Mozarteum Salzburg Zither bei Harald Oberlechner, Hackbrett sowie elementare Musikpädagogik und erlangte die akademischen Grade Bachelor (2010) und Master (2013): Ein Studium, das geprägt war von wichtigen Begegnungen, nachhaltigen Musikerfreundschaften und der Erkenntnis, dass die intensive Beschäftigung mit Musik nicht ein Weniger, sondern ein Mehr an Freude bedeutet. Mittlerweile unterrichtet Christina Maurer Zither und Hack- brett an drei Standorten des Musikum Salzburg: St. Johann, Bischofshofen und Saalfelden. Dass das Unterrichten ihr absoluter Traum- beruf ist, wird deutlich, wenn sie von ihrem jüngsten Arbeitsprojekt erzählt, dem „ganzheitlichen Musikunterricht“ (GMU) an der Volksschule, wo sie ihre Vielseitigkeit (Singen, Tanz, Orff-Ins- trumente) direkt umsetzen kann. Auf die Frage, wie junge Menschen für die Zither zu begeistern sind, sprudelt es geradezu aus ihr heraus: 150-prozentig hinter dem Instrument stehen; viel Wer- bung auf Eigeninitiative in den Volksschulen betreiben, in dem Gebiet, wo man unterrichtet, präsent und aktiv tätig sein. Eine weitere Herausforderung ist die Kunst, Schüler bei der Stange zu halten und Pubertät oder Schulwechsel erfolgreich zu umschiffen. Christina Mau- rer begegnet diesen Hürden, indem sie authentisch und selbstbewusst zum Instrument und zum Unterrichten steht, auf Persönlichkeit und Alter indivi- duell eingeht, ihren Unterricht abwechslungsreich gestaltet, Bodypercussion, Hörspiele, Im- provisation, Nach-Gehör-Spie- len mit einbezieht, ihre Schüler zu Ensembles zusammenfasst und „Spielereien“ organisiert. Der Erfolg gibt ihr Recht: Sie betreut an die 20 Zitherspieler, Tendenz steigend, drei da- von schon bis zur Musikschul-Abschlussprüfung. Zwei ihrer Zöglinge haben die Aufnahmeprüfung am Konservatorium bestanden. Grundsätzlich sorgen ihre Schüler immer wieder für hervorragende Leistungen bei Wettbewerben. Wenn sie nicht gerade einen Zithertag mitorganisiert oder einen Almtag für ihre Schüler plant, wird man Christina am ehesten bei sportlichen Aktivitäten antreffen, als Ausgleich zur intensiven Musikarbeit - oder doch singend und musizie- rend im Familien- und Freundeskreis. Isolde Jordan / Foto: privat Fasziniert vom Klang der Zither Die österreichische Musiklehrerin Christina Maurer unterrichtet 20 Schüler an drei Standorten PROFIL |81

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