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2014_Zither-Mag_2

Karikaturen: Manuel Kuthan Steffen Hempel Frage 1: Eine richtige Strategie habe ich nicht. Das Lampen- fieber gehört irgendwie bis zu einem gewissen Grad immer mit zum Auftritt dazu. Ohne Lampenfieber wäre es nicht per- fekt. Es ist einfach die Routine, die regelmäßigen Auftritte, die mir nach und nach die nötige Ruhe gebracht haben. Aber völlig egal, wie groß die Aufregung ist, wenn der erste Ton gespielt, der erste Satz gesprochen wurde, dann legt sich das Lampenfieber. Frage 2: Es gibt einen Satz, den ich mir gerne vor Augen hal- te: „Wenn du auf die Bühne gehst und spielst, dann kann es in dem Moment kein anderer besser als du, weil du hast dich darauf vorbereitet! Soll dir das doch einer hier und jetzt nach- machen!“ Zugegeben, dies klingt komisch, aber ich habe ge- merkt, dass mir dies einen positiven Schub gibt. Und irgend- wie ist doch auch etwas Wahres dran. Oder? Für mich wandelt sich mit dem Satz ein Teil der Angst in positive Energie um. die mir nach und nach die nötige Ruhe gebracht haben. Aber völlig egal, wie groß die Aufregung ist, wenn der erste Ton gespielt, der erste Satz gesprochen wurde, dann legt sich das Lampenfieber. sich mit dem Satz ein Teil der Angst in positive Energie um. Tinka Vudic Frage 1: Während des Studiums hatte ich große Probleme mit dem Lampenfieber. Eine Zeitlang war es so schlimm, dass ich nicht mehr weitermachen konnte. Ich habe versucht, irgend- wie den Grund zu finden. Die Lösungen habe ich bei anderen Musikern, Künstlern, die viel Erfahrungen mit Auftritten be- saßen, gesucht. Mit einer Lehrerin habe ich Alexander-Tech- nik und Feldenkrais-Methode versucht. Gemeinsam haben wir entdeckt, dass ich beim Spielen Probleme mit zu großer Muskelspannung hatte, aber auch Probleme mit unregelmä- ßiger Atmung. Mit speziellen Übungen lösten wir diese Prob- leme, und ich kam dem Erfolg einen Schritt näher. Unterstützung bekam ich von meinem Lehrer Georg Glasl. Um den Überschuss an Adrenalin im Körper vor Konzerten lsozuwerden, riet er mir, in einem geschlossenen Raum ein- fach laut zu schreien, was auch durchaus hilfreich war. Einen anderen Rat erhielt ich von einem ehemaligen Professor für Klavier, Michael Leslie, der viele Kenntnisse in Psychothera- pie hatte. Nach seiner Meinung kann Lampenfieber durch ein offenes Gespräch mit sich selbst beseitigt werden. Ich stellte Handschuhe vor mich hin, als wären es meine eigenen Hände. Dann fragte ich sie, warum sie zittern und schwitzen... Frage 2: Das Lampenfieber ist noch immer da, aber ich bin jetzt mit ihm „befreundet”. Vor dem Auftritt brauche ich ein paar Minuten für mich selbst, um meinen Körper zu beruhi- gen. Dann versuche ich, mit positiven Gedanken erfüllt auf die Bühne zu gehen. Das finde ich ganz wichtig. Ich probiere während des Spielens, mich auf die Schönhei- ten der Musik zu konzentrieren und diese auch auf der Büh- ne zu genießen. Und ich stelle mir selbst immer wieder die amüsante Frage: Mit was werde ich mich selbst denn heute überraschen? Martin Mallaun Frage 1 und 2: Während meiner Studienzeit hatte ich eine Zeitlang mit Lampenfieber zu kämpfen. Lustigerweise war es besonders schlimm, nachdem ich in einem Kinesiologie-Kurs Entspannungstechniken für Musiker gelernt hatte… Dafür, dass ich heute entspannt und mit Freude auf die Bühne gehe, habe ich kein Patentrezept. Es gibt aber ein paar Dinge, die ich hilfreich finde. Natürlich ist es wich- tig, gut vorbereitet zu sein und regelmäßig vor Publikum zu spielen. Viel mehr noch hat mir aber die Einstellung geholfen, mich nicht auf mögliche Fehler zu konzentrie- ren, sondern auf das, was mir an der Musik wichtig zu sein scheint: nämlich eine musikalische Aussage zu treffen und mit dem Publikum und meinen Mitmusikern in Kom- munikation zu treten. Und vor allem: Betreibe keine Kinesiologie!

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