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2015_Zither-Mag_1

kongenialen zitherspielenden Kollegen – letztere setzt man natürlich bei ei- nem solchen Festival voraus – zu hören: Franz Vitzthum (Countertenor) und Kelvin Hawthorne (Viola) beispielswei- se, zwei Namen stellvertretend für viele. Ein professionelles Zusammenspiel, das der Zither nur gut tun kann und das in dieser Häufung einzigartig stattfindet. Innovation findet in München auf vie- len Ebenen statt: Neue Instrumente, Neue Musik, ungewöhnliche Veran- staltungsräume, neue Konzepte. . . das Festival zieht Neuheiten geradezu mag- netisch an bzw. macht sie erst möglich. Ein paar konkrete Reminiszenzen: Die Zithern von Klemens Kleitsch, mit dem Festival sozusagen mitgewachsen vom ersten Prototyp zur anerkannten Fix- größe; unzählige Uraufführungen und Auftragswerke, die inzwischen schon Klassiker sind, wie z.B. die Werke von Fredrik Schwenk und Peter Kiesewet- ter; Konzerte in verschiedensten Sälen und Foyers des Gasteig, aber auch in der Hochschule für Musik, im Bayerischen Nationalmuseum und im Deutschen Museum; Komponistenportraits, hervor- ragend moderiert, mit Interview, Zuspie- lungen und Live-Musik, wie z.B. mit und über Wilfried Hiller. Die Offenheit und der Mut, immer wieder über den Zaun zu schauen, ist eine weitere „Begleiterscheinung“ des Festivals. Wie haben wir das virtuose Qa- nun-Spiel Hamil Karadumans genossen, die mongolischen Lieder Urna Chahar- Tugchis oder unseren gemeinsamen Auftritt mit der estnischen Kannelspie- lerin Kristi Mühling. Die alpenländische Volksmusik und die traditionelle Zither- musik hatten immer ihren Platz, wenn auch subtil in anderen Kontext gebettet, zum Beispiel kombiniert mit Weltmusik und Neuer Musik oder minimalistisch in neues Licht gerückt (denkwürdig: Per- formerin Ruth Geiersberger). Junge Zitherszene: Ein wichtiger – wenn nicht der entscheidendste – Schwerpunkt war und ist die Einbezie- hung der jungen Zitherszene, die die Zukunft unseres Instruments bedeu- tet. So waren Studentenkonzerte mit Zitheristi aus allen Hochschulen und Konservatorien schon in den Anfängen des Festivals eine Konstante. Vermehrt geschieht die Jugendförderung seit der parallelen Durchführung des Workshops „citre-zither-cetra“ und des Internatio- nalen Wettbewerbes (Ernst-Volkmann- Blanca Gentner (oben links) fehlte als Mitveranstalterin auf keinem Festival, genauso wenig wie Dauergast Hans Reiss (unten rechts bei Kurt Hartwig am Stand). Obligatorisch ist die Rose, die die Musiker nach Konzerten erhalten. Hier beglückwünscht Georg Glasl gerade Leopold Hurt (ganz links), während (von rechts) Daniel Herrmann, Rosalyn Sabo und Ilona Koppitz sich schon entspannen (Zither 3). Ebenfalls obligatorisch: die Volksmusik, hier mit (v.l.) Johanna Höbel, Brigitte Wallner und Irmi Auer. Fotos: Neubauer, Bauer 373737377

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