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2015_Zither-Mag_1 - Anders Denken

Wettbewerbe sind für Musiker meist ein willkommener Anlass, ein Programm konzentriert zu er- arbeiten und optimal zu präsen- tieren. Die Weiterentwicklung, die damit einhergeht, schärft oft auch das eigene Profil. Da 2015 ein an Wettbewerben reiches Jahr für Zitherspieler und -spielerinnen ist, hat Zither nachgefragt, was sich Pädagogen und teilnehmende Musiker von ihnen erwarten. Wie wichtig sind Wettbewerbe für das Instrument Zither? Was bringt Ihnen/Ihren Schülern die Teilnahme? Wie bereiten Sie sich/Ihre Schüler auf einen Wettbewerb vor? 1 2 3 AndersDenken Christina Maurer, Österreich Frage 1: Der Wettbewerb ist eine von vielen Möglichkeiten, die Zither und ihren Bekanntheitsgrad in geografischer wie stilisti- scher Hinsicht, zu erweitern und das Instrument einem breit ge- fächertem Publikum zu repräsentieren. Frage 2: Man fühlt einen unbeschreiblichen Motivationsschub und hat ein klares Ziel vor Augen. Man setzt sich sehr intensiv mit dem Instrument und der anstehenden Literatur inklusive den technischen und musikalischen Ansprüchen auseinander. Man wird als Persönlichkeit sehr gefordert und wenn alles gut läuft, wird man mit einem Gefühl von Freude, Glück, Zufriedenheit und Euphorie belohnt. Wettbewerbe haben jedoch auch ihre „Schat- tenseiten“. Es können beispielsweise Enttäuschungen auftreten. Dessen sollte man sich im Vorhinein bewusst sein. Alles in Allem sind Wettbewerbe eine spannende Aufgabe und jeder, der sich dieser besonderen Herausforderung stellt, ist meiner Meinung nach ein „Gewinner“. Frage 3: Eigeninitiative ergreifen, durchdachtes Zeitmanage- ment, passende Literaturauswahl, regelmäßiges Üben, verschie- dene Übetechniken anwenden, Vorspielmöglichkeiten nutzen, auswendig spielen, Feedbacks sammeln und verarbeiten, menta- les Training, positives Bestärken, Ruhephasen einplanen, in die Musik eintauchen und genießen. „Eins werden“ mit der Musik! Annette Bliemetsrieder, Bayern Frage 1: Die Zither ist ein ebenso vollwertiges Instrument wie etwa Geige oder Klavier. Demzufolge muss sie bei allen Wettbewerben, die es für sie gibt, mit dabei sein. Frage 2: Ich als Lehrer sehe mich persönlich herausge- fordert, einen guten Unterricht zu bieten. Die Teilnahme meiner Schülerinnen reflektiert ja auch meine Arbeit. Ich hoffe, dass ich dem gerecht werde. Frage 3: Die Schülerinnen merken bald, dass der Unter- richt noch mehr in die Tiefe geht, ernsthafter wird. Und es werden nicht nur die Stücke an sich erarbeitet, sondern auch das „Drumherum“ eines gelungenen Auftritts geprobt, wie richtiges Sitzen und Atmen, Konzentration vor Spielbe- ginn, Abdämpfen nach dem Stück, Umblättern bzw. Aufle- gen zum nächsten Stück und das Verbeugen zum Schluss. 6 | ANDERS DENKEN

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