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2015_Zither-Mag_1 - Zitherszene

wer, wo, was - Nachrichten aus der Zither Szene

Wer, wo, was - Nachrichten aus der Zither Szene Motivation groß geschrieben Ein erfolgreicher D-Lehrgang in Niedersachsen 2014 konnte erstmals ein D-Lehrgang für ZitherspielerInnen im Bundesland Niedersachsen angeboten werden. Über den Ablauf des berufsbegleitenden Kurses und ihre persönlichen Erfahrungen berichtet Teilnehmerin Annette Schwarz Aufgeteilt auf vier intensi- ve Wochenenden fand von Februar bis Dezember 2014 ein D-Lehrgang für Zither- spielerInnen statt, den die Landesmusikakademie Wol- fenbüttel in Kooperation mit dem Deutschen Zither- musikbund (Landesverband Nord) organisiert hatte. Die Akademie stellte ihre groß- zügigen Räumlichkeiten zur Verfügung. Ziel des Lehrgangs war die Verbesserung des Instru- mentalspiels und der Erwerb von Grundkenntnissen in der Musiklehre. Vorausge- setzt wurden grundsätzliche Kenntnisse in der Spielpra- xis und das Interesse, Neues zu lernen. Zehn SpielerInnen aus ganz Deutschland sowie eine Teilnehmerin aus der Schweiz hatten sich ange- meldet. So ergab sich eine bunt zusammengewürfelte Truppe: vom Jugendlichen bis zum Rentner, vom rela- tiven Anfänger bis zum weit Fortgeschrittenen. Man- che hatten bereits in jun- gen Jahren das Zitherspiel begonnen, andere erst im Erwachsenenalter. Alles in allem eine sehr interessante Mischung und eine echte He- rausforderung für unsere Do- zenten, die das erstaunlich gut in den Griff bekamen. Silvia Schuhmacher (Hanno- ver) und Leopold Hurt (Ham- burg) waren unsere ständi- gen Lehrer, unterstützt von Dorian Weißinger (als Vertre- ter der Landesmusikakade- mie Wolfenbüttel) und Gisela Müller-Kopp (1. Vorsitzende des Landesverbandes Nord), die am dritten Kurswochen- ende zusätzlich mit Rat und Tat zur Seite stand. Das Tagesprogramm vom Freitag- bis Sonntagnach- mittag war vielfältig und um- fangreich. Damit sich die Do- zenten einen ersten Eindruck von unseren theoretischen Kenntnissen machen konn- ten, gab es anfangs einen kleinen, zwanglosen Test, der die Aufteilung in eine Anfän- ger- und eine Fortgeschritte- nengruppe ermöglichte. In mehreren Unterrichtseinhei- ten vertieften wir Themen wie den Quintenzirkel, die Dur- und Moll-Tonleitern, Dreiklänge und ihre Umkeh- rungen und vieles mehr. Zu- dem lernten wir, Intervalle nach Gehör zu unterscheiden oder kurze Melodien und Rhythmen zu notieren, die uns am Klavier vorgespielt wurden. Wir nutzten die Ge- legenheit, viele Fragen zu stellen und erhielten seitens der Dozenten stets hilfreiche Antworten und nützliche Pra- xistipps. Die Lehrer zeigten viel Geduld, Verständnis und brauchten manchmal auch eine „dicke Haut“. Für mich persönlich war der Einzelunterricht im Zither- spiel besonders lehrreich. Alle Teilnehmer sollten für die Prüfung mehrere Stücke aus verschiedenen Epochen erarbeiten, die man sich selbst aussuchen konnte bzw. die von den Dozenten zur Auswahl gestellt wurden. Der Schwierigkeitsgrad der Werke orientierte sich da- bei an dem spieltechnischen Niveau des jeweiligen Teil- nehmers. Während der Un- terrichtsstunden lernten wir nicht nur unsere Technik, Haltung und den Anschlag zu verbessern, sondern be- sonders auch, was es heißt, ein Musikstück zu interpre- tieren, es lebendig und aus- drucksvoll zu gestalten. Sich mit Phantasie eine passende Geschichte zu dem Stück auszudenken, um es mit entsprechender Dynamik und richtiger Betonung zu spielen: Das hat angespornt und Spaß gemacht. Unsere Dozenten freuten sich über Umfangreiches Programm Große Fortschritte 66 | ZITHER SZENE

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