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2015_Zither-Mag_1

Erstmals Schnupperkurs in Berlin Michael May nutzt einen Projekttag an Grundschule „Der Herbst ist da“ heißt es nicht nur im gleichnami- gen Kinderlied, auch ein Projekttag an der Schwei- zer-Hof-Grundschule in Ber- lin zum Ausprobieren von ver- schiedenen Instrumenten war der Jahreszeit entsprechend benannt. Angeregt durch das Jugendleiterseminar im Frühjahr in Berlin und einen Beitrag im Magazin Zither, in dem Sabine Huber über Schnupperkurse im Kinder- garten berichtete, sprach ich mit der Fachbereichs- leiterin meiner Musikschule über die Möglichkeit, den Kindern bei der Gelegenheit die Zither näherzubringen. An dem Projekttag nahmen alle ersten und zweiten Klas- sen der Grundschule teil, so dass es ca. 70 Kinder waren, die in kleinen Gruppen über den Vormittag verteilt in meiner Begleitung das Inst- rument kennenlernen konn- ten. Wie auch Sabine Huber machte ich die Erfahrung, dass Kinder die Zither oft- mals nicht kennen, aber sie als vom Klang und Aussehen her als etwas Wunderbares begreifen. Große Augen und ungläubiges Fragen waren nach den ersten Tönen und dem gemeinsamen Singen des Herbstliedes zur Zither- begleitung die Folge. Nach weiteren Liedern war das Interesse der Kinder groß, das Instrument selbst aus- zuprobieren. Vom vorsichti- gen Streichen bis hin zum Reißen an den Saiten und dem Testen des Tonumfangs warallesdrin.ZumAbschluss ließ ich die Kinder noch das Bild einer Zither ausmalen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Für mich war es ein erster Schritt, die Zither in der Schule be- kannter zu machen, weitere folgen. Michael May Zither schnuppern in Bad Brückenau Guido Wolf organisiert einen ganzen Tag auf eigene Faust Alles begann mit einer Idee auf der Jugendlei- tertagung in Berlin. Viele von uns Jugendleitern ste- hen vor demselben Pro- blem . . . woher soll ich Zithernachwuchs nehmen? Also beschloss ich, Ju- gendleiter im DZB Bayern Nord, einen solchen Zither- schnuppertag in Bad Brü- ckenau für interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene anzubieten. Ich ließ Werbeplakate, Flyer und Buttons drucken. Orga- nisierte mir bei Radio Prima- ton ein Interview, welches eineWochevorderVeranstal- tung mehrmals am Tag lief. Als Gäste hatte ich mir Ing- rid Schubert, Inge Sgaslik, zwei Rhöner Zitherspielerin- nen, Steffen Hempel, Zither- lehrer aus Greiz, und Me- lanie Dietrich eingeladen. Als Zitherbauer kam Frank Meinel vom Zitherbau Wün- sche aus Markneukirchen. In Kurzkonzerten brachten die Musiker den rund 60 in- teressierten Gästen Zither- musik näher. Wir musizier- ten in Duos, Trios und auch mit allen Musikern, unter- stützt durch Akkordeon und Gitarre. Die Kinder testeten die Zithern, stellten Fragen, probierten auch selbst einige Griffe und erste Akkordtöne aus und waren überrascht, was man aus so dem Instru- ment herausholen konnte. Der DZB hatte mich mit Werbematerial wie dem Ma- gazin Zither inklusive der Notenbeilage StückWerk versorgt. Das war bald ver- griffen. Bei mir meldete sich an dem Tag nur ein Kind für einen Schnupper- kurs an. Eine Erwachsene meldete sich ein paar Tage später telefonisch und ver- einbarte einen Probetermin. Da es sehr schwer hier im äußersten Norden Bayerns ist, die Zither den Menschen näherzubringen, da jedes Dorf seine eigene Blaskapel- le hat, war ich doch für das erste Mal positiv überrascht, dass es überhaupt Interesse an der Zither gibt. Guido Wolf Michael May ist Konzertgitarrist und bietet seit diesem Jahr neben seinem Gi- tarrenunterricht erstmals die Zither an der Leo-Borchard-Musikschule Berlin-Zehlen- dorf an. Er selbst spielt seit vier Jahren. 70 | ZITHER SZENE

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