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2015_Zither-Mag_1

Carmen Börsig löst Birgit Fuchs ab Landesverband Baden-Württemberg wählt neue Vorsitzende Carmen Börsig, bisher zweite Vorsitzende des Landesver- bands Baden-Württemberg, ist auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Leon- berg zur ersten Vorsitzenden gewählt worden. Sie über- nimmt das Amt von Birgit Fuchs, die aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Ruth Buchner wurde als zwei- te Vorsitzende bestimmt. „Wichtig ist mir, dass im Ver- band die Zusammenarbeit gutfunktioniert”,sagteBörsig.„AußerdemmöchteichdieZither im 21. Jahrhundert ankommen lassen, zum Beispiel durch die Jugend- und Erwachsenenbildung.” Brigitte Bertram Verband Gedenken Lehrermangel im Saarland Sorgen um den Nachwuchs macht sich das LV Saarland. Hans Dieter Speicher wies bei der Mitgliederversammlung dezi- diert auf den Mangel an Lehrkräften hin. Spätestens in zehn Jahren, so mutmaßte er, stünden im Saarland vermutlich kei- ne Unterrichtenden zur Verfügung. Bei den Neuwahlen wurde Speicher im Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist weiterhin Wolfgang Fischer, Schatzmeister bleibt Felix Derschang. Neu besetzt ist der Posten des Schriftführers mit Rainer Klößner. Jugendreferentin bleibt Sandra Derschang. Wunderlich bleibt Vorsitzender Keine Veränderungen gibt es im LV Bayern Nord. Auch nach den Neuwahlen bei der jüngsten Hauptversammlung bleibt Gerhard Wunderlich erster Vorsitzender, Frank Blum sein Stellvertreter. Anton Povenz nimmt wie bisher die Aufgabe des Geschäftsfüh- rers wahr, Ruth Vogelbacher hütet weiter die Kasse. Schriftführe- rin ist Gertrude Heldmann und Jugendleiter Guido Wolf. Vom Küken zur Lerche Eine liebevolle Erinnerung an Margrith Eggli Geissbühler Aus der Konzertzitherprovinz Schweiz: Ein unbeachtetes Küken aus einem abgelege- nen Bauernhof entwickelte sich zur trillernden Lerche in der ersten Stimme des Zitherorchesters Riehen Ba- sel. Wie es dazu kam? War es der verlockende Gesang der SingvögelaufdemkleinenHof in Gutenburg (Kanton Bern), der in Margrith früh den Sinn für Musik und Lebensfreude weckte? War es das gemeinsa- me Jodeln mit ihrem Vater im Viehstall. Ich weiß es nicht. Sie spielte von Jugend auf Blockflöte und liebte dieses Instru- ment ein Leben lang. Irgendwann begann sie Akkordzither zu spielen und erteilte mit viel Begeisterung Unterricht – mit be- sonderer Vorliebe behinderten Menschen. In den Neunzigerjah- ren suchte sie für ihre Akkordzithergruppe nach Instrumenten. Unter den zugesandten griffbrettlosen Zithern befanden sich zum Erstaunen aller zwei völlig unbekannte Instrumente: Kon- zertzithern. Nun beginnt die Zitherstory von Margrith. Nach An- fangsunterricht kommt ihr Henriette Meister vom ehemaligen Basler Zitherquartett zu Hilfe. Zum ersten Mal macht Margrith Bekanntschaft mit methodischem Aufbau und guter Spieltech- nik. Noch mehr Anregungen findet sie in den Seminaren in Basel (2002) und Dornach (2003/2005). Die Vielfalt der Anregungen, das mehrstimmige Gruppenspiel, all dies begeistert sie nachhal- tig. Es folgt Unterricht bei Johannes Popp. Im Freddy Golden-Seminar in Dornach (2005) tritt Tomy Temer- son auf. Margrith und zwei weitere Seminarteilnehmer, zu denen ich selber gehöre, überfallen ihn mit der dringlichen Bitte, die wachsende Zithergruppe regelmäßig zu unterrichten. Tomy sagt zu und schlägt bald die Bildung eines richtigen Orchesters vor. Mit ihrer großen Fantasie, ihrem klaren Sinn für das Erreichba- re, ihrer Zielstrebigkeit und ihrem Drang, anderen Menschen mit Zithermusik Freude zu bereiten, prägt Margrith das Leben des Orchesters wesentlich mit. Von 2007 gibt es alljährlich Konzerte. 2009 erkrankt sie ernsthaft. Es folgen Operationen und harte Therapien. Es beginnt die Zeit des langsamen Abschieds. Immer häufiger vermissen die Orchestermitglieder Margriths Ausstrah- lung, ihre Lebensbejahung, ihre ansteckende Munterkeit, ihre Leutseligkeit und ihr musikalisch geschultes Empfinden. Am 18. Juni 2013, im 63. Lebensjahr, stirbt Margrith. In der To- desanzeige wendet sie sich ein letztes Mal an ihre Zitherfreun- de: „Seid nicht traurig, ich habe im himmlischen Zitherorchester meinen Platz eingenommen. In stillen Stunden werdet ihr meine Melodien hören.“ Fred Marquis Geprägt von großer Lebensfreude: Margrith Eggli Geissbühler Foto: Nikola Hammon Carmen Börsig hat den Vorsitz in Baden- Württemberg übernommen. Foto: privat DerVorstand:(vonlinks):RainerKlößner,FelixDerschang,SandraDerschang,WolfgangFischer und Hans Dieter Speicher. Foto: privat 74 | ZITHER SZENE

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