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2015_Zither-Mag_1 - Profil - Nah dran an der Jugend

Wolfgang Schipflinger ist einer der jüngsten Zitherlehrer Tirols und vermag zu begeistern

Es ist keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass dem jungen Tiro- ler Zitherspieler und -lehrer Wolfgang Schipflinger Instrument und Beruf in den Genen stecken. Sein Vater Leonhard war ein begnadeter Musiklehrer in St. Johann/Tirol, der zahlreiche hervorra- gende Zitherspieler „herangezogen“ hat, darunter Harald Oberlechner und Martin Mallaun. Als die Eltern – bescheiden und auch stolz – zum ersten Mal mit ihrem Sohn Wolfgang am Inns- brucker Konservatorium vorstel- lig wurden, war den Dozenten sofort klar: Hier saß ein sehr be- gabter junger Mann an der Zither. Nach einem kurzen Abstecher ins Musikgymnasium Innsbruck stieg Wolfgang Schipflinger bald in die Lehrerausbildung ein und absolvierte sein Studium bei Ha- rald Oberlechner. Das Hauptfach Zither ergänzte er – erstmalig und bislang einzigartig – mit einem Jazz-Schwerpunkt bei Stephan Costa und Roland Heinz. Obwohl er schon beruflich an mehreren Musikschulen aktiv war, scheute er die Mühe nicht und erweiterte er seine Studien noch um die Lehrbefähigung auf dem Hackbrett, einem ent- scheidenden und wichtigen Standbein zur Vollbeschäftigung. Wolfgang Schipflinger ist einer der jüngsten Zitherlehrer Tirols und hat es in kurzer Zeit geschafft, in der Zitherszene kräftig umzurühren; er vermag es, die Jugend zu motivieren, Begeisterung auszustrahlen und weiterzugeben. Seine Schü- ler sind auch auf Wettbewerben erfolgreich, schließlich kann ihr 31-jähriger Lehrer auf eine rege und lohnende Wettbe- werbserfahrung zurückblicken. Er war schon bei nationalen (Prima la musica) und internationalen (Alpenländischer Volksmusikwettbewerb; Ernst-Volkmann-Preis) Wettbewer- ben dabei und ließ solistisch und im Ensemble aufhorchen. Gewissermaßen lebenslang musiziert er mit seinem Gitarrekollegen Maximilian Hechenblaikner zusammen. Die beiden verbindet vieles, haben doch schon die Väter miteinander musiziert und die Söhne nun gemeinsam das Musikstudi- um (Lehramt und Jazz) absolviert. Ob volksmusikalisch als – nun verjüngter Teil der legendären Leuken- taler Saitenmusig – oder klas- sisch-modern als Duo Mirage: Alles wird gewissenhaft-inten- siv gepflegt und hat sich auch bereits in CD-Produktionen nie- dergeschlagen. Wolfgang Schipflingers päda- gogische Begabung machte ihn zu einem wiederholt gefrag- ten Dozenten, sowohl regional (Musizierwoche Rotholz; Ju- gendmusierwoche Weitau; Mu- sizierwochenende Kronburg) als auch national (Pfingstsemi- nar Zeillern; Vielsaitenfestival Wels) und international (Se- minar in Illgau/Schweiz oder demnächst beim Workshop citre-cetra-zither in München). Zurzeit unterrichtet er an den Landesmusikschulen Brixental, Kufstein und Stubaital rund 25 Zitherschüler, genießt das privat und beruflich harmonische Zusammenleben mit seiner Partnerin Mirjam – ebenfalls Musiklehrerin – im neu errichteten Eigenheim. Und im Kel- ler sorgt ein geräumiger, häufig genutzter Proberaum dafür, dass es im Haus nicht allzu still wird. Isolde Jordan / Foto: privat Wolfgang Schipflinger spielt gemeinsam mit Maximilian He- chenblaikner, Gitarre, und Stefan Juen, Schlagzeug im Auftakt, der Eröffnung des Festivals Zither 10. Freitag, 27.3., 18 Uhr, Fo- yer Glashalle Gasteig München Nah dran an der Jugend Wolfgang Schipflinger ist einer der jüngsten Zitherlehrer Tirols und vermag zu begeistern 78 | PROFIL

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