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2015_Zither-Mag_1 - Hochschulnachrichten

Musizieren ohne Angst und Zwänge

Der Umgang mit der E-Zither und Improvisa- tion waren die Themen des Meisterkurses plunderpho- nics an der Musikhochschule München. Die Bezüge zwi- schen Improvisation, aktueller Musik und den Klangmöglich- keiten der E-Zither sollten ausgelotet, Erfahrungen mit Effektgeräten gesammelt, das Improvisieren als eine musi- kalische Ausdrucksform ent- deckt werden. Die Referenten des von Georg Glasl geleiteten Kurses waren Birgit Saß- mannshaus und Leopold Hurt. Dieser Kurs war eine tolle Erfahrung. Ich hatte keine Ahnung, dass man so viele verschiedene Effekte auf der E-Zither spielen kann. Anfangs habe ich mich beim Improvisieren zurückge- halten, weil ich Angst hatte, falsch zu spielen. Aber allmählich verlor ich sie und entwickelte eigene Ideen. Ein Höhepunkt war Letter Pieces No. 5 von Matthew Shlomowitz, wo man ver- schiedene Effekte auf der E-Zither spielt, kombiniert mit Kör- per-Gesten. Zuerst war das sehr schwer, aber mit zunehmender Übung hat es richtig Spaß gemacht. Karmen Zidar Kos Es war sehr befreiend zu musizieren, mit dem Gefühl, kei- ne Fehler machen zu können, sondern nur auf das Innere und auf äußere Impulse zu hören. Auch die unerschöpflichen Klangmöglichkeiten der E-Zither haben mich beeindruckt und neugierig gemacht. Andrea Gülbahar Es war ein spannendes Wochenende. Ich fand es toll, die E-Zither live zu erleben und auszuprobieren. Den Sound von sechs E-Zithern muss man mal gehört haben. Improvisation war neu für mich. Ich war überrascht, wie viele Herangehensweisen und Möglichkeiten zur Strukturierung es gibt, wie viel man mit einfachen Mitteln ausdrücken kann. Birgitta Zielbauer Erstmals habe ich mich auf so hohem Niveau in einer so ab- strakten Welt aus Kombinationen von Elektronik, zeitgenös- sischer Musik und Improvisation bewegt! Das war ein hoch- interessantes Erlebnis, bei dem der Kopf frei wird. Ich habe viele, ganz experimentelle Erfahrungen mitgenommen und die Gewissheit, sehr viel gelernt zu haben. Als Studienrätin muss ich sagen, dass außer der Gruppe, die super war, auch die didaktisch methodische Struktur der Dozenten mich sehr überzeugt hat, denen eine Öffnung der Teilnehmer zum The- ma sowie eine strukturelle und inhaltliche Steigerung von An- fang bis zum Konzert spürbar gelungen ist. Nikola Hammon Da ich mich bisher nie so intensiv mit Improvisation beschäf- tigt bzw. auch Hemmungen hatte, war es spannend zu se- hen, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt. Ich war am Ende viel flexibler, hatte mehr Ideen und konnte die Aufgaben schneller und selbstbewusster umsetzen. Im Zu- sammenspiel der Gruppe ist viel passiert. Man war sensibili- siert darauf, was um einen herum passiert. Claudia Höpfl Der Kurs hat mich für meinen Unterricht inspiriert. Generell ging es um die eigene Fantasie, um spontane Einfälle, das Um- setzen in Gesten, Geräusche und Klänge, um das Hören und Reagieren, was andere musikalisch in den Raum stellen. Dabei führte uns Birgit Saßmannshaus geschickt durch verschiede- ne Klangräume. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass wir in der Gruppe spontan ohne Ängste und Zwänge spielen konnten und die Musik einfach zu bestimmten Themen entstand. Die Einfüh- rung von Leopold Hurt zu E-Zither und Effektgeräten zeigte mir neue klangliche Dimensionen auf. Pia Keil Am meisten interessiert haben mich die technischen Aspekte bei denEffektgeräteninKombinationmitderE-Zither.Einabsolutes Erlebnis: das Zusammenspiel der E-Zithern. Faszinierend war, wie wir beim Improvisieren das Zusammenspiel so auf den Punkt bringen konnten. Aus der Arbeit habe ich viele Anregungen für meinen Unterricht mitgenommen. Sabine Huber Musizieren ohne Angst und Zwänge Meisterkurs „Dialog 2015 – plunderphonics“ in München: Eindrücke einiger Teilnehmerinnen Auf der E-Zither spielen, Effektgeräte einsetzen und dazu auch noch improvisieren – das war Neuland für die meisten der Teilnehmerinnen am Meister- kurs in München. Im Konzert am Abend des letzten Kurstages klappte aber alles hervorragend. Foto: privat 80 | HOCHSCHULNACHRICHTEN

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